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Schülerinnen aus Weißrussland stellen im Gymnasium aus

»Kunst verbindet ohne Sprache«

Verl (WB). Aliaksandra Pashkevich ist 16 Jahre alt und Schülerin der Jugend-Kunstschule in Witebsk/Weißrussland. Ihre Bleistiftzeichnung mit dem Titel »Altes Schloss« ist ein Hingucker – nur einer von vielen in der neuen Ausstellung im Gymnasium Verl.

Renate Ibeler

Sie gehören zu den jungen Künstlerinnen, die ihre Werke in Verl ausstellen: (von links) Hanna Klurel, Lizaveta Androsava, Darya Krautsova, Lizaveta Holub, Aliaksandra Antsipava in der Galerie des Gymnasiums vor ihren Bildern. Foto: Renate Ibeler

Auch das darunter hängende Bild »Verlorene Welt« an der Stellwand in der Galerie des Gymnasiums ist ihr sehr gut gelungen. Schulleiter Matthias Hermeler konnte insgesamt 21 Künstler mit ihren Begleiterinnen, Besucher und Ehrengäste zur Ausstellungseröffnung begrüßen.

Die Kunstschüler sind zurzeit für eine Woche in Verl zu Gast. Organisator des Austauschs ist das Droste-Haus. Höhepunkt ihres Besuches ist die Ausstellungseröffnung im Verler Gymnasium. In diesem Jahr stellt die Jugend-Kunstschule Witebsk bereits zum 27. Mal ihre Werke im Gymnasium aus.

»Kunst verbindet auch ohne Sprache«, stellte Verls Bürgermeister Michael Esken in seinem Grußwort während der Ausstellungseröffnung deutlich heraus. Der Betrachter eines Bildes verstehe auch ohne Worte, was der Künstler mit seinem Werk sagen möchte.

Margret Lütkebohle

»Ohne die Gastfamilien wäre solch ein Austausch nicht möglich«, betonte Margret Lütkebohle vom Droste-Haus und sprach den beteiligten Familien ihren Dank aus. Ein abwechslungsreiches Programm wie Ausflüge und Besichtigungen gehören zu dem Austausch dazu.

In den 1990er Jahren hatte Margret Lütkebohle dreimal Witebsk besucht und dann zusammen mit dem ehemaligen Kunstlehrer des Gymnasiums, Peter Quick, den Austausch angeschoben. »Mit den Bildern der Jugendlichen kommt jedes Jahr ein Stück Weißrussland in deutsche Wohnungen«, sagte Margret Lütkebohle. Die Werke würden den Gemütszustand der weißrussischen Gesellschaft klar widerspiegeln und immer wieder aufs Neue zum Nachdenken anregen. Kunstlehrerin Kristin Schmeer sprach den Künstlern großes Lob aus und überreichte Gastgeschenke.

Insgesamt 150 Bilder hatten die Jugendlichen aus Witebsk mitgebracht. Davon hängen im Verler Gymnasium 89, im Haus Elim in Bielefeld-Eckardtsheim 22 und im Droste-Haus 39 Bilder. Wem die Bilder gefallen, der hat die Chance, sie zu erwerben: Sie stehen auch zum Verkauf. Die Ausstellung im Gymnasium ist bis Freitag, 29. Juni, montags bis freitags jeweils in der Zeit von 8 Uhr bis 16 Uhr geöffnet.

Wer die Bilder außerhalb der regulären Öffnungszeiten der Ausstellung sehen möchte, hat dazu ebenfalls die Gelegenheit. Zusätzliche Besichtigungstermine können unter folgender Telefonnummer vereinbart werden: 05246/503160.

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