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St. Judas Thaddäus wird für 700.000 Euro umgebaut – Wunschtermin Weihnachten

Licht am Ende des Planungs-Tunnels

Verl-Sürenheide (WB). Seit etwa zwei Jahren plant die Kirchengemeinde, Ende Juni könnte es endlich losgehen: Die St.-Judas-Thaddäus-Kirche in Sürenheide wird saniert. Einen ersten Eindruck der neuen Beleuchtung hat sich am Mittwochabend der Kirchenvorstand verschafft.

Jan Gruhn

Der Kirchenvorstand verschafft sich einen Eindruck möglicher Beleuchtungskonzepte für die St.-Judas-Thaddäus-Kirche in Verl-Sürenheide. Das Gotteshaus soll ab Juni für etwa 700.000 Euro umgebaut werden. Die Planungen laufen seit zwei Jahren. Foto: Jan Gruhn

Etwa 700.000 Euro soll der Umbau laut Pfarrer Karl-Josef Auris kosten. Eine Menge Geld – kein Wunder, dass der Kirchenvorstand sich ordentlich Zeit für die Planung nahm. Doch bald wird es ernst. »Es muss jetzt los gehen, denn die Leute fragen uns schon«, erklärt der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands Reinhard Kerkhoff. Ein Drittel der Kosten stemmt die Gemeinde laut Kerkhoff selbst, zwei Drittel will das Erzbistum Paderborn beisteuern.

Neuer Boden, neue Treppen, neuer Eingang

Im Gotteshaus soll sich einiges verändern: Der Boden wird neu gemacht, Steine am Rand und Holz in der Mitte. Der Altar wird vorgezogen, um die Atmosphäre im Gottesdienst zu verdichten. Die breite Treppe zum Chorraum wird durch zwei schmalere Treppen ersetzt. Damit die Kirche auch tagsüber geöffnet werden kann, soll ein separater Eingang zu einem mit Gitter abgetrennten Bereich geschaffen werden. Die Wände bekommen eine Farbauffrischung.

Auch die Beleuchtung wird erneuert. Dazu stellte die Silberstreif-Planungsgruppe aus Krefeld dem Kirchenvorstand am Mittwoch mögliche Lichtkonzepte vor. »Es geht darum, dass sie sich mit dem Licht anfreunden«, erklärte Planer Stephan Gotzes, der zusammen mit seinem Kollegen Mario Haunhorst sowie Burckhard Schröder (Ingenieur-Büro Schröder und Partner, Bielefeld) die Musterleuchten installiert hatte.

»Wenn man da etwas aufmacht, weiß man nie, was kommt«

Die Gesamtverantwortung für den Umbau trägt das Architekten-Büro Terbrack aus Bielefeld. »Hier ist das Ganze relativ einfach«, erklärte Ann-Kathrin Kahmann, die das Projekt zusammen mit Chef Stefan Terbrack begleitet. Schließlich sei die Kirche in den 1950er Jahren gebaut worden. Anders sähe das zum Beispiel bei Gotteshäusern aus dem 15. Jahrhundert aus: »Wenn man da etwas aufmacht, weiß man nie, was kommt.«

Das Bielefelder Büro hat sich unter anderem auf den Umbau von sakralen Gebäuden spezialisiert. Und im Gegensatz zur Planung soll die Umsetzung ganz flott gehen: Ende Juni, Anfang Juli will der Kirchenvorstand mit dem Ausräumen anfangen. Innerhalb weniger Monate soll der Umbau über die Bühne gehen. »Der Wunsch ist, zu Weihnachten fertig zu sein«, peilt Architektin Kahmann an.

Ellipse kommt nicht gut an

»Mein Antritt ist es, die Kirche richtig schön zu machen«, sagte Reinhard Kerkhoff. »Die Leute wollen etwas sehen.« Der Altar steht zurzeit auf einer provisorischen Empore. Im Laufe des Planungsprozesses hatte der Kirchenvorstand verschiedene Varianten ausprobiert. Zum Beispiel auch, den Altar in die Mitte des Kirchraumes vorzuziehen und die Sitzplätze in einer Ellipse anzuordnen.

Das sei allerdings auf wenig Gegenliebe bei den Gottesdienstbesuchern gestoßen, erklärte Kerkhoff. Auf ihre Bänke wollen die Gemeindemitglieder genauso wenig verzichten. Nur im vorderen Drittel sei zurzeit eine flexible Bestuhlung geplant. Doch die Feinheiten gilt es in den kommenden Wochen auszuhandeln.

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