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Verl

Musikverein stellt Kindern in Verl Instrumente vor

Verl (abb)

Der Musikverein Verl sucht Nachwuchs. Am besten funktioniert das mit einem Tag, an dem die Jungen und Mädchen die Instrumente kennenlernen.

Das Schülerorchester des Vereins – im Foto die Trompeten – spielte während der Veranstaltung einige Stücke.

Verl (abb) - Der kleine Hannes (9) macht ganz dicke Backen, bläst beherzt in das Mundstück und entlockt der großen Tuba sogar ein paar tiefe Töne. Das hatte der Junge wohl selbst nicht erwartet. Die Instrumentenvorstellung des Musikvereins war voll von diesen Erfolgserlebnissen.

„Ohne unsere jüngsten Musiker kann der Verein nicht existieren“

Mit der Veranstaltung möchte der Musikverein Werbung machen und insbesondere Kinder für ein Instrument begeistern. Tobias Erichlandwehr, Vorsitzender des Musikvereins, betonte, dass die Nachwuchsarbeit für den Verein sehr wichtig sei. 

„Ohne unsere jüngsten Musiker kann der Verein auf Dauer nicht existieren“, erläuterte der Tubist mit dem Wissen, dass viele Kinder und Jugendliche ein Leben lang im Verein spielen und dort auch Freundschaften schließen.

Interessenten für das „dicke Ende“ gesucht

Während es im Schülerorchester – also bei den jüngsten Musikern – viele Holzblasinstrumente wie Klarinetten oder auch Querflöten gebe, sei das „dicke Ende“ etwas schlechter besetzt. Daher suche der Verein insbesondere Interessenten für Tuba, Tenorhorn und Bariton, so Erichlandwehr. 

Aber letztlich sei es wichtig, sich überhaupt für ein Instrument zu begeistern. „Wir machen vieles möglich“, sagte Kevin Brüchert, Instrumentenwart im Verein. Er spielt selbst Saxophon. „Wer bei uns mitspielen möchte, kann bei uns mitspielen“, sagte er.

Leihinstrument kostet im ersten Jahr 50 Euro

Das Instrument sei egal. Brüchert erklärte den anwesenden Eltern kurz, dass sie nicht sofort ein neues – und teures – Instrument für die Kinder kaufen müssen. „Die Leihgebühr für ein Instrument beträgt im ersten Jahr 50 Euro, in weiteren Jahren 100 Euro“, sagte Kevin Brüchert. 

Für die Mädchen und Jungen waren diese Erklärungen nebensächlich. Sie wollten Musik hören und machen. Zu Beginn der Instrumentenvorstellung spielte das Schülerorchester des Vereins unter der Leitung von Lena Thiesbrummel einige Stücke.

Ein kleines Mädchen passt fast in den Tuba-Trichter

Spannend wurde es, als die jungen Gäste die Instrumente testen konnten. Bei den Klarinetten, den Posaunen, den Saxophonen und am Schlagzeug gab es Warteschlangen. Dass der Verein auf junge und kleine Kinder eingestellt ist, zeigte sich am Tisch mit den Trompeten.

Darauf lag auch eine kleine Taschentrompete bereit, die in Kinderhände passt. Auf das Alter angepasst gibt es aber noch weitere Instrumente. „Es gibt auch kleinere Tuben“, stellte Tobias Erichlandwehr lachend fest – ein kleines Mädchen hätte fast in den großen Trichter gepasst.

Optimales Einstiegsalter in der dritten Klasse

Das optimale Einstiegsalter zum Lernen eines Instruments sei das Grundschulalter in der dritten Klasse, sagte die Geschäftsführerin des Schülerorchesters (SOV), Manuela Bicker. 

Nach gut eineinhalb Jahren Unterricht erfolge meist die Aufnahme in das Schülerorchester, in dem auch erwachsene Musiker willkommen sind. Nach einigen Jahren im Schülerorchester folgt der Wechsel ins Jugendorchester, später dann in den Musikverein.

Zu diesen Anlässen spielt der Musikverein

Der Musikverein Verl mit seinen drei Orchestern ist in Verl und Umgebung bei zahlreichen Veranstaltungen und Festen musikalisch aktiv. Er spielt auf den vier Schützenfesten in der Stadt, die Verler werden am 1. Mai mit Musik geweckt, Laternen- und Martinszüge werden begleitet und auch bei Advents- und Weihnachtsmärkten wird gespielt. 

Höhepunkte des Jahrs sind der vereinseigene Frühlingsschoppen sowie die drei Jahreskonzerte, die immer im Januar stattfinden.

Weitere Infos zum Musikverein Verl gibt es

hier

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