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Mutter-Kind-Haus in Verl wird Dienstag eröffnet

Verl (gl)

Einige Anlieger hatten gegen den Bau des Mutter-Kind-Hauses geklagt. Ohne Erfolg. Jetzt wird die Einrichtung eröffnet.

Bereiten den Umzug vor: Teamleitung Britta Gerlach (links) und Regionalleitung Judith Owsianowski freuen sich für die Bewohner über das neue Zuhause an der Osningstraße. Die Mutter-/Vater-Kind-Wohngruppe der Diakonischen Stiftung Ummeln zieht in der nächsten Woche nach Verl.

Verl (gl) - Wie wird es sein, das Leben im neuen Zuhause? Ein Umzug bringt viele Veränderungen mit sich – und ganz besonders für die Mutter-/Vater-Kind-Wohngruppe der Diakonischen Stiftung Ummeln, die am 15. Februar nach Verl umzieht. „Freudige Aufregung“, so beschreibt Teamleiterin Britta Gerlach laut einer Mitteilung der Stiftung augenzwinkernd die Stimmung.

Acht Mütter oder Väter ziehen mit Kindern ein

Die Vorbereitungen für den Tag laufen auf Hochtouren. Material wurde nach Verl transportiert, Möbel aufgebaut, Räume gewienert – und natürlich abgesprochen, wer in welches Appartement zieht. Viele Details wollen geklärt, viele kleine und große Dinge erledigt werden. „Die Bewohnerinnen und Bewohner sind sehr motiviert bei der Sache und freuen sich auf den Umzug“, berichtet Britta Gerlach.

Acht Mütter oder Väter ziehen am 15. Februar mit ihren kleinen Kindern nach Verl, außerdem kommt ein Erwachsener mit zwei Kindern von außen hinzu. Der Neubau an der Osningstraße bietet im Dachgeschoss außerdem zwei weitere Wohnungen, die von der Jugendhilfe betreut werden.

Gruppenregeln überarbeitet

Sieben pädagogische Mitarbeitende, vier Kräfte in der Kinderbetreuung und zwei in der Hauswirtschaft – viele in Teilzeit – begleiten die jungen Menschen und geben ihnen Starthilfe für ein eigenständiges Leben. Betreiber ist die Flex Jugendhilfe, ein Tochterunternehmen der Diakonischen Stiftung Ummeln.

Für alle ist der Umzug laut einer Mitteilung ein Neustart – auch in pädagogischer Hinsicht. „Wir haben gemeinsam die Gruppenregeln überarbeitet und auf allen Ebenen besprochen, was wir für unser Zusammenleben nach Verl mitnehmen und was zurückbleibt“, erzählt Britta Gerlach. Arbeitsgruppen kümmern sich um spezielle Aufgaben. Zum Beispiel erkundet die Arbeitsgemeinschaft „Netzwerk Verl“ die Stadt, stellt die Wohngruppe bei wichtigen Anlaufstellen vor und berichtet intern, was die Kommune zu bieten hat und was man wo findet.

Kontakt zu Nachbarn wird gesucht

„Einige Anwohner haben in den vergangenen Wochen das Haus besichtigt und sich über die neuen Nachbarn informiert“, schreibt die Stiftung. Einige hatten gegen das Bauprojekt geklagt – und zwischenzeitlich einen Baustopp erreicht. Am Ende aber hatte die von der Stadt Verl erteilte Baugenehmigung Bestand.

Die Stiftung schreibt in einer Mitteilung: „Ein gutes Miteinander ist für die Wohngruppe schließlich wichtig, denn alle Menschen, die an der Osningstraße leben, sollen sich kennenlernen und in Kontakt kommen – sobald das trotz Corona wieder möglich ist.“ Bevor die Neu-Verler selbst die Stadt erkunden und Kontakte knüpfen, steht eine wichtige praktische Frage an: „Passt alles in den Umzugs-Lastwagen?“ Viel zu tun also, bis der große Tag endlich da ist.

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