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Verler Firma plant Veranstaltung am Hermannsdenkmal

Nach Kritik: Beckhoff äußert sich zur Firmenfeier am „Hermann“

Verl (gl)

Die Feier des Verler Unternehmens am Hermannsdenkmal hat hohe Wellen geschlagen. Jetzt meldet sich Beckhoff Automation.

Organisieren ein großes Fest für 3500 Mitarbeiter von Beckhoff Automation: Hans und Frederike Beckhoff.

In den digitalen Medien, am Stammtisch, auf dem Schützenfest: Um die Feier zum 42. Geburtstag von Beckhoff Automation ist in den vergangenen Tagen viel spekuliert worden.

Wie berichtet, will die Firma am 13. August das Hermannsdenkmal in Detmold für die interne Feier mieten. Jetzt meldet sich Beckhoff Automation selbst zu Wort. 

Wer kommt? Zu der internen Feier sind alle Mitarbeiter des Unternehmens eingeladen – von den frisch gestarteten Auszubildenden bis hin zu langjährig tätigen Mitarbeitern. Man freue sich auf ein ausgelassenes Fest mit einem bunten Rahmenprogramm an einem besonderen Ort, heißt es vom Unternehmen.

Warum 42? Eigentlich wollte das Unternehmen bereits sein 40-jähriges Bestehen im Sommer vor zwei Jahren feiern. Die Coronavirus-Pandemie machte eine Feier in dieser Größenordnung und mit internationalen Gästen unmöglich.

„Die Zahl 42 passt nun aber auch perfekt zu uns“, sagt Hans Beckhoff, geschäftsführender Inhaber von Beckhoff Automation. „Auf mich als Physiker und Fan des Romans ‚Per Anhalter durch die Galaxis’ übt die Zahl eine besondere Faszination aus. Wir als technologiegetriebenes Unternehmen versuchen schon seit unseren Anfängen, die Antwort auf alle Fragen zu finden.“ 

Warum das Hermannsdenkmal? Der Hermann habe für Beckhoff eine besondere Bedeutung, schreibt das Unternehmen. Beckhoff Automation sei tief in OWL verwurzelt. Der Großteil der deutschen Mitarbeiter lebe hier und arbeite in der Unternehmenszentrale in Verl. 

„Wir identifizieren uns sehr mit der Region sowie ihren Wahrzeichen. Somit ist der Hermann für uns nicht einfach nur eine Location, sondern hat auch symbolische Bedeutung. Seit 2009 verleihen wir sogar einmal im Jahr den ‚Hermann’ – beziehungsweise eine offizielle Nachbildung der Statue – als eine Art ‚Oscar‘ unseres Unternehmens an Abteilungen, die herausragende Erfolge für das Unternehmen erzielt haben“, wird Hans Beckhoff in der Mitteilung zitiert. 

Wie viele Gäste sollen kommen? Rund 3500 Menschen hat Beckhoff Automation eingeladen. 

Zuletzt hatte es Kritik gegeben, dass das Denkmal für eine private Feier für die Öffentlichkeit gesperrt wird. Wie sieht Beckhoff das? Frederike Beckhoff, Assistentin der Geschäftsführung und in die Organisation involviert, berichtet: „Aus unserer Sicht ist es nicht außergewöhnlich, dass eine Feier an einem Denkmal stattfindet. Immer wieder werden besondere Veranstaltungen wie Konzerte an Denkmälern, in Museen oder Kirchen veranstaltet.“ 

Solange die Verwalter entsprechender Kulturgüter darauf achteten, dass solche Fälle nicht Überhand nähmen, „halten wir eine solche Nutzung für vertretbar“. Positiv für das Kulturgut sei, dass es auf diese Weise einer größeren Öffentlichkeit bekannt und zugänglich gemacht werde – etwa hunderten Beckhoff-Automation-Mitarbeitern aus Amerika, Malaysia oder Finnland.

Werden prominente Gäste erwartet? Nein. Weder externe Vertreter aus Politik und Wirtschaft noch andere Würdenträger sind eingeladen. Beckhoff Automation begründet das damit, dass es sich um eine interne Veranstaltung handelt.

Was gibt’s zu essen? Auf der Feier werden nationale wie internationale Gerichte aus Produkten von regionalen Herstellern an 32 Ständen serviert. 

Und das Programm? Frederike Beckhoff: „An 18 Aktionsbuden bieten unsere Kollegen aus der ganzen Welt Spiele zum Mitmachen und andere Einblicke in die Kulturen ihres Landes an.“ Sie sei sich sicher, dass die Feier den Zusammenhalt unter den Kollegen stärke. 

Viele sähen sich nach der Pandemie zum ersten Mal wieder oder überhaupt zum ersten Mal. Es sei ein Fest von Mitarbeitern für Mitarbeiter. 

Was ist mit der Musik? Acht Musik-Acts sollen auf vier Bühnen auftreten. Mit einem Repertoire von Klassik über Jazz und Irish Folk bis zu Pop. „Sie kommen zum Großteil aus der Region oder sind seit langer Zeit freundschaftlich mit uns verbunden“, wird Hans Beckhoff zitiert. 

Einen Weltstar lasse man allerdings nicht einfliegen. Das würde gegen jede Vernunft eines ostwestfälischen Familienunternehmens sprechen.

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