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Annaburger danken Franz Berenbrinker für langjähriges Engagement

Namensgeber weiht Brücke ein

Verl/Annaburg (WB/abb). Brücken verbinden Städte, Länder oder Kontinente. In Annaburg steht eine Brücke nun für die besondere Beziehung zur Partnerstadt Verl im allgemeinen und zu Franz Berenbrinker im speziellen.

Annaburgs Bürgermeister Klaus-Rüdiger Neubauer (links) enthüllt gemeinsam mit Franz Berenbrinker die Plakette an der neuen »Franz-Berenbrinker-Brücke« in Verls Partnerstadt. Fast drei Dutzend Besucher waren zur feierlichen Namensgebung am Marktgraben gekommen. Foto: Privat

Eine Brücke mit dessen Namen ist am Wochenende in Annaburg (Sachsen-Anhalt) eingeweiht worden. Sie steht in unmittelbarer Nähe des Schlosses aus dem 16. Jahrhundert und wurde komplett neu gebaut. Als besondere Ehre für Franz Berenbrinker (68) trägt sie nun den Namen des ehemaligen Verler Beigeordneten und Baudezernenten. Klaus-Rüdiger Neubauer, parteiloser Bürgermeister von Annaburg: »Franz Berenbrinker hat der Stadt nach der Wende mit Fachwissen zur Seite gestanden und ist während der 25-jährigen Partnerschaft zu einem guten Freund der Stadt Annaburg geworden.« Insbesondere hoben Neubauer und dessen Amtsvorgänger Erich Schmidt (SPD) Berenbrinkers Engagement während der Elbeflut 2002 hervor. Vor 15 Jahren wurde ein Damm in Dautzschen, rund zehn Kilometer von Annaburg entfernt, absichtlich gebrochen, um die Stadt Magdeburg vor den Fluten zu schützen.

Franz Berenbrinker freute sich sichtlich, war von der Entscheidung aber überrascht worden: »Ich bin seit zwei Jahren nicht mehr in der Verwaltung tätig, mit so einer Ehre hatte ich nicht gerechnet.« Es sei für ihn immer einen Selbstverständlichkeit gewesen, in Annaburg zu helfen. Berenbrinker: »Hier gibt es dankbare Menschen, mit denen ich mich hundertprozentig verstehe.« Sein Dank galt neben den Gastgebern allen Verlern, die zur Elbeflut Geld- und Sachspenden geliefert hatten, insbesondere seinem langjährigen Kollegen Dietrich Homuth. »Alleine ist man nichts«, so Berenbrinker. Auch Klaus-Rüdiger Neubauer und Erich Schmidt würdigten die Arbeit Homuths, der Berenbrinker sehr oft begleitet hatte und bei der Brückeneinweihung ebenfalls vor Ort war.

Annaburger Erdschwein

Der feierlichen Eröffnung der Franz-Berenbrinker-Brücke wohnten gut 30 Annaburger Bürger bei. Für sie und die Verler Delegation mit Franz Berenbrinker, seinen Töchtern Martina (40) und Anne (36) sowie Dietrich Homuth bereiteten die Gastgeber das traditionelle Annaburger Erdschwein zu. Dies ist ein gepökeltes Schwein, welches in einem Erdräucherofen vier Stunden heiß gegart und geräuchert wird. Der Ofen ist ein mit Platten ausgemauertes Erdloch, das mit Buchenholz auf 450 Grad erhitzt wird. Nachdem das Schwein auf einem Gitterrost darin versenkt wird, wird der Erd­räucherofen luftdicht mit einer Edelstahlplatte und Erde abgedeckt.

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