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Nobilia weiter auf Erfolgskurs

Verl (be) -  Europas größter Küchenhersteller Nobilia ist auch im Pandemie-Jahr 2020 auf Erfolgskurs geblieben. Umsätze und Stückzahlen wuchsen - das soll sich auch in diesem Jahr fortsetzen.

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Deutlich ausgebaut hat Nobila aus Verl sein Inlandgeschäft.

„Ein konkreter Ausblick auf die Geschäftsentwicklung fällt schwer“, heißt es im gestern vorgelegten Bilanzbericht des Unternehmens zwar. Es gebe aber Wachstumspotenzial, etwa durch den weiterhin starken Wohnungsbau. Gestützt werde die Entwicklung durch einen großen Wohnungsbedarf in den Ballungsräumen und dem niedrigen Zinsniveau. Auch der Trend zum Homeoffice verstärke den Wunsch nach einer eigenen Immobilie – zu der eben die Küche gehört.

Rekordmarken erreicht

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Nobilia – wieder einmal – Rekordmarken erreicht: Der Umsatz stieg um 82 Millionen Euro auf 1,37 Milliarden Euro – und damit um 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahressumsatz. „Mit diesem Zuwachs liegt Nobilia deutlich oberhalb der Branchenentwicklung hat seine Position als Marktführer abermals souverän ausgebaut“, teilte Dr. Lars Bopf, Vorsitzender der Geschäftsführung, schriftlich mit. Auf eine Pressekonferenz verzichtete Nobilia in Zeiten des Lockdowns. Auch an der Produktion zeigt sich der Erfolg des Verler Unternehmens: Jeden Tag verlassen 3490 vollständige Küchen die Nobilia-Werke. Im Jahr sind es 783.000 Küchen. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren waren es gerade einmal 547.000 Küchen.

Getragen wurde das Geschäft im vergangenen Jahr, dem 75. seit Gründung des Unternehmens, vor allem vom Inlandsgeschäft. Es stieg um 9,9 Prozent, während der Export nur um 2,8 Prozent wuchs. Die Exportquote sank leicht von 49,8 auf 48,1 Prozent.

Ertragslage „auskömmlich“

Nobilia-Inhaber Werner Stickling zeigte sich laut Mitteilung zufrieden mit der Unternehmensentwicklung. Die Ertragslage sei auch in 2020 weiter „auskömmlich“. Zum Gewinn macht das Unternehmen traditionell keine konkreten Angaben.

Investiert hat Nobilia im vergangenen Jahr 134 Millionen Euro – vor allem in die neuen Produktionsstandorte Werk III in Gütersloh und Werk V in Saarlouis. Beide Standorte gingen Anfang vergangenen Jahres planmäßig in Betrieb, zunächst mit kleinen Mannschaften. Gesteigert werden soll die Fertigung dann je nach Entwicklung der Marktlage.

Innerhalb der Verwaltung setzt Nobilia als Reaktion auf die Corona-Pandemie zunehmend aufs Homeoffice. Mehr als 700 Mitarbeiter im kaufmännischen Bereich wurden im ersten Lockdown mit Homeoffice-Arbeitsplätzen ausgestattet. Für Nobilia arbeiten 3945 Menschen, 207 mehr als im Vorjahr.

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