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Organisten spielen Weihnachtslieder ein

Verl (abb) - Das festliche, fast schon geschmetterte „O Du fröhliche“ ist der Höhepunkt jeder Weihnachtsmesse. Aufgrund der Corona-Krise sind gestrichen. Die Organisten im Pastoralen Raum am Ölbach reagieren mit einer Idee: Sie bieten „O Du fröhliche to go“ an.

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Auch die Verler Organisten Michael Brockschmidt (St. Anna) und Gabi Rofalski (St. Judas Thaddäus) wirkten bei der Aufnahme mit. Mit „Tochter Zion“ macht Gabi Rofalski den Anfang auf der CD, während Brockschmidts „Du Weihenheiland, Jesus Christ“ den Abschluss bildet.

Initiiert wurde die kurzfristig anberaumte Aktion von Dominik Mersch (38), Organist der Stukenbrocker Pfarrei St. Johannes Baptist. Die Resonanz der anderen Organisten im Pastoralen Raum am Ölbach mit den Gemeinden in Verl und Schloß Holte-Stukenbrock sei sehr positiv gewesen. „Fast alle fanden die Idee sehr schön und haben sofort zugesagt.“

Da die Organisten für gewöhnlich Eigenbrötler seien, sei die Aktion eine willkommene Gelegenheit gewesen, sich mit Kollegen auszutauschen und zusammenzuarbeiten. „Vielleicht werden wir irgendwann ein ähnliches Projekt angehen“, sagt Dominik Mersch. Aus Verl dabei sind Michael Brockschmidt, Organist in St. Anna Verl, sowie mit Gabi Rofalski, die einzige Organistin im Pastoralen Raum. Ihre Hausorgel steht in der St.-Judas-Thaddäus-Kirche in Sürenheide. Beide sind begeistert von der Aktion.

„Es hat richtig Spaß gemacht und es war auch schön, mal gemeinsame Sache zu machen“, sagt Gabi Rofalski, die mit ihrer Familie in Sürenheide schon in die CD reingehört hat. „Es ist echt erstaunlich, aber man kann die einzelnen Organisten an der Art des Spielens erkennen.“ Jeder habe seinen eigenen Spielstil. „Und natürlich hat auch jede Orgel mit den verschiedenen Pfeifen ihren eigenen Klang“, ergänzt Michael Brockschmidt.

Dominik Mersch erklärt, dass in der Kürze der Zeit nur eine mehr oder weniger provisorische Aufnahme möglich gewesen sei. „Bis vor gut drei Wochen hatten wir noch die kleine Hoffnung, dass wenigstens ein oder zwei Weihnachtslieder in den Kirchen gesungen werden dürfen“, sagt Mersch. Erst als das nicht mehr möglich erschienen sei, habe man sich für das Erstellen der CD entschieden. Dominik Mersch hat ein kleines Heimstudio zuhause, in dem er die Aufnahmen bearbeiten konnte. „Es ging aber nicht um eine perfekte Produktion. Es ist eher als Geste und Geschenk für die Kirchenbesucher gedacht.“

Auf der CD befinden sich 15 Titel, die allesamt im Gotteslob, dem Gesangbuch der Katholischen Pfarrgemeinden, zu finden sind. Zu hören sind außer Gabi Rofalski und Michael Brockschmidt auch Markus Berens (St. Johannes Baptist), Anno Ottenstroer (St. Ursula), Catalin Balan (St. Joseph), Jona Altemeier (St. Johannes Baptist), Peter Dirks (St. Heinrich) sowie Dominik Mersch (St. Achatius).

Die CDs liegen in den Kirchen aus. Sie können kostenlos mitgenommen werden.

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