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Kaunitz

Pastor Kickum: „Hier bin ich, der Neue!“

Kaunitz (bit)

Im Schatten der Pfarrkirche St. Maria Immaculata, seiner künftigen Wirkungsstätte, hat sich Pastor Benedikt Kickum am Wochenende der katholischen Gemeinde Kaunitz vorgestellt. Kickum folgt auf Joachim Cruse, der in den Ruhestand geht.

In der gut besuchte Vorabendmesse am Samstag unter freiem Himmel hat sich der neue Pastor Benedikt Kickum vorgestellt. Foto:

Die gut besuchte Vorabendmesse unter freiem Himmel, an der auch der aus Kaunitz stammende Verler Altbürgermeister Josef Lakämper teilnahm, feierte der 32-jährige Geistliche in Concelebratio mit dem Leiter des Pastoralverbunds Am Ölbach, Karl Josef Auris. Er ist Pfarrer an der benachbarten Pfarrkirche St. Anna in Verl. 

Die liturgische Handlung, der sich eine zwanglose Begegnung zum Kennenlernen anschloss, stand im Zeichen des Fests Maria Himmelfahrt am gestrigen Sonntag. „Hier bin ich, der Neue!“, stellte sich Benedikt Kickum den Kaunitzern zwanglos vor. 2014 wurde er in Rom zum Priester geweiht und konnte danach noch zwei Jahre an der Päpstlichen Universität Gegoriana studieren.

Geistlicher greift Mauer in Predigt auf

Im Anschluss war er fünf Jahre als Vikar an der Neheimer Kirche St. Johannes Baptist tätig, von den Einheimischen gern „Sauerländer Dom“ genannt. In Kaunitz tritt der neue Geistliche, der parallel sein Studium des Kirchenrechts in Münster fortsetzen darf, die Nachfolge von Pfarrer Joachim Cruse an, der am 29. September 1996 in sein Amt eingeführt wurde und sich nach 25 Jahren von seiner Gemeinde verabschieden wird. 

Der 70-jährige Ruheständler ist bereits in die Bischofsstadt Paderborn umgezogen. In seiner Predigt griff Benedikt Kickum das Ereignis des Mauerbaus in Berlin auf: „Gestern vor 60 Jahren war sie plötzlich da.“ Der Geistliche führte vor Augen, dass um uns herum leicht Mauern aufgebaut würden, in Corona-Zeiten etwa zwischen Geimpften und nicht Geimpften oder zwischen Familien und Dörfern. 

Heilige Maria als Vorbild

Mauern entstünden aus der Unfähigkeit heraus, die Meinung des anderen zuzulassen, mahnte der Prediger. An der heiligen Maria machte Benedikt Kickum deutlich, dass sie das Vorbild dafür sei, dass niemand ausgegrenzt werde. Sie habe dem Engel in der Verkündigung geglaubt, dass für sie als Gottesmutter Unmögliches wahr werde. 

„Mauern überspringen“

Der Seelsorger machte den Gläubigen um sich herum Mut: „Die himmlische Gemeinschaft hat ihren Anfang in unserem Miteinander. Wir sind keine Mauer-Bauer, sondern dazu da, Mauern zu überspringen im Glauben an Gott.“ Offiziell hat Benedikt Kickum sein Amt im Pastoralteam Am Ölbach am 1. Juli angetreten. 

Zu dem Pastoralverbund gehören die Kirchen St. Anna in Verl, St. Maria Immaculata in Kaunitz, St. Judas Thaddäus in Sürenheide, St. Joseph in Liemke, St. Heinrich in Sende, St. Ursula in Schloß Holte, St. Johannes Baptist in Stukenbrock und St. Achatius in Senne.

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