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Gesamtschul-Neubau: Frist bis 20. November verlängert

Planer sollen nacharbeiten

Verl (WB). Ob der jetzt 14-jährige Schüler als Volljähriger das neue Hallenbad nutzen kann? So hatte es Bürgermeister Michael Esken im Schülerplenum vermutet. Nun gibt es für die beiden Büros, die Wettbewerbsentwürfe für die Gesamtschule und das Bad lieferten, eine neue Frist.

Bernd Steinbacher

Alleinstellungsmerkmal der Arbeit des dritten Platzes ist der Erhalt der Aula und des angrenzenden Außenraums. Foto:

Bis zum 20. November haben die beiden verbliebenen Büros nun Zeit, ihre Entwürfe zu überarbeiten und an den vorgegebenen Kostenrahmen anzupassen . Was so einfach klingt, bedeutet für die Architekten viel Arbeit. Der Wettbewerbssieger und der dritte Preisträger sind noch im Rennen.

Frist gesetzt

Die Vergabekommission hat jedenfalls am Freitag getagt und diese Frist gesetzt. »Wir haben die Büros gebeten nachzuarbeiten und die Kostenvorgabe von 29 Millionen Euro einzuhalten«, sagte Bürgermeister Michael Esken auf Nachfrage. »Wir befinden uns noch im Verfahren. Es geht ums Nacharbeiten«, formulierte Esken aus juristischen Gründen vorsichtig. Es sei nicht die Aufforderung für ein finales Angebot, denn das würde rechtlich bedeuten, es nehmen zu müssen, wenn es die Kriterien erfüllt. Überarbeitete Entwürfe wiederum könnten noch abgelehnt werden.

Mit der Verfahrensweise will die Stadt die Entscheidungsfreiheit behalten. Die Verantwortlichen sind, wie berichtet, nicht zuletzt wegen der enorm gestiegenen Kosten für den neuen Bauhof vorsichtig geworden. »Wir haben mit der Entscheidung von Freitag noch alle Optionen offen gehalten«, betonte Esken.

Bisher hatten die Entwürfe den Kostenrahmen gesprengt. Deshalb war die neue Entscheidung notwendig geworden. Die Vergabekommission besteht aus Vertretern der Fraktionen, der Schule, der Eltern und der Verwaltung. Hinzu kommen externe Experten.

Eine Entscheidung zum weiteren Verfahren kann also erst nach dem 20. November fallen. Im schlechtesten Fall, sollte von den beiden verbliebenen Büros nichts eingereicht werden, beginnt mit einer europaweiten Ausschreibung ein neues Verfahren.

Zum Wettbewerb

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadt Verl einen Architektenwettbewerb zum Neubau/Erweiterung der Gesamtschule und den Neubau des Hallenbades am Kühlmannplatz auf den Weg gebracht. Im März dieses Jahres erfolgte die Preisverleihung. Den Siegerentwurf hat das Unternehmen »4a Architekten« aus Stuttgart vorgelegt. Der zweite Preis ging an »FAR frohn&rojas + rheinpark_r« aus Berlin und Bochum. Die Arbeit des Büros »Schlattmeier Planungs GmbH & Co. KG« aus Herford kam auf Rang drei.

Jeder der Entwürfe hatte seine Stärken und Schwächen. Der Sieger will eine übersichtliche Anlage mit kurzen Wegen schaffen. Gemeinsam waren aber bei allen die überschrittene Kostengrenze. Das verzögerte letztlich das weitere Vorgehen.

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