1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Verl
  6. >
  7. Schnelltests in Schulen und Kitas

  8. >

Verl

Schnelltests in Schulen und Kitas

Verl (afri) - Die Stadt Verl und die Verler Wirtschaft wagen einen Vorstoß in Richtung mehr Sicherheit und Klarheit in der Corona-Pandemie: Ab Montag erhalten alle Schüler, die dann in Präsenz unterrichtet werden, einmal wöchentlich die Möglichkeit, zu Hause einen Corona-Schnelltest durchzuführen.

Anonymous User

Zwei rote Striche auf dem Kärtchen bedeuten, dass der Test auf Covid-19 positiv ist. Ab kommendem Montag erhalten alle Schüler und Kindergartenkinder in Verl einmal wöchentlich einen Selbsttest. Foto:

Gleiches gilt für alle Kindergartenkinder, Erzieher, Tagesmütter sowie deren Schützlinge.

In Unternehmen etabliert

In den Verler Unternehmen ist das regelmäßige Testen der Mitarbeiter – entweder wöchentlich oder täglich – schon seit längerem etabliert. Warum also nicht auch einen Schritt weitergehen und Schüler und Kindergartenkinder regelmäßig testen? Diese Frage stellte sich Nobilia-Chef Dr. Lars Bopf und trat an Bürgermeister Michael Esken (CDU) heran. „Viele Ansteckungen passieren im privaten Umfeld“, so Bopf. Und es helfe auch den Unternehmen, wenn mögliche Ansteckungen im schulischen Umfeld schnell erkannt würden. Von der Idee begeistert, schlossen sich weitere Unternehmer an. „Herr Bopf hat erkannt, dass unsere Gesellschaft sich an einer kritischen Stelle bewegt“, lobte Hans Beckhoff den Vorstoß. Er betonte, dass bei Beckhoff Automation pro Woche durch die regelmäßigen Schnelltests zwischen zwei und sechs Mitarbeiter herausgefischt würden, die gar nicht wüssten, dass sie sich infiziert hätten.

Sinnvolle Maßnahme

Die Tests seien eine sinnvolle Maßnahme, um das Virus frühzeitig zu erkennen und Infektionsketten zu vermeiden. Dem stimmten auch Arno Beckhoff (Elektro Beckhoff) und Jürgen Peitz (Heroal) zu. In diesem Zusammenhang wies der Bürgermeister aber auch darauf hin, dass man damit rechnen müsse, dass die Inzidenz in Verl den nächsten Wochen erst einmal wieder hochgehen könnte. „Wer viel testet, bekommt auch Ergebnisse.“ Innerhalb einer Woche wurde die Idee in die Tat umgesetzt. Damit es zeitnah losgehen kann, stellt Nobilia die ersten 2500 Tests zur Verfügung.

Stadt ordert 5000 Tests

Die nächsten 5000 Stück wurden bereits von der Stadt Verl geordert, so Esken. Die Vertreter der Grundschulen und weiterführenden Schulen, bei denen die Test-Kits bereits eingetroffen sind, freuten sich ebenfalls über die unbürokratische, schnelle und unkomplizierte Umsetzung. „Trotz aller Hygienemaßnahmen geben die Tests doch mehr Sicherheit“, sagte Gesamtschulleiterin Dr. Tanja Heinemann. Zunächst soll das Angebot bis zum Beginn der Osterferien bestehen.

Firmen bringen sich finanziell ein

Finanziert werden die Tests, die pro Stück zwischen drei und vier Euro kosten, von den Verler Unternehmen Nobilia, Beckhoff Automation, Elektro Beckhoff, Heroal, Kleinemas und der Stadt Verl. Benötigt werden zum Start in der ersten Woche rund 1500 Tests für die Grundschüler und die Abschlussjahrgänge der weiterführenden Schulen. Ab dem 15. März, wenn wieder alle Jahrgangsstufen in Präsenz unterrichtet werden, werden dann pro Woche 3000 Tests gebraucht. Für die 14 Kindergärten sowie die Jungen und Mädchen, die von Tagesmüttern betreut werden, werden insgesamt 1200 Tests pro Woche benötigt.

Startseite