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Schulleiter zieht positive Zwischenbilanz

Verl (matt) - Der Start nach den verlängerten Weihnachtsferien ist an Verls Schulen weitgehend geglückt. Technische Probleme sind lediglich vereinzelt aufgetreten. Große Ausfälle wie sie zum Beispiel bei der Lernplattform Itslearning, die bundesweit auftraten, haben den Schulbetrieb in Verl nicht beeinträchtigt.

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Keine bis wenige technische Probleme hat es an den Verler Schulen bisher beim Distanzlernen gegeben. Dennoch wünschen sich viele den Präsenzunterricht zurück. Foto:

„Wir hatten diese Probleme nicht, von denen berichtet wurde. Ganz im Gegenteil“, ist Dr. Tanja Heinemann froh, dass die in die Kritik geratene Lernplattform an der Gesamtschule sich als stabil und zuverlässig erwiesen hat. „Am Montagmorgen war das System in der Tat eine Stunde lang etwas wackelig“, räumt die Schulleiterin ein. Aber das sei es auch schon gewesen. 99 Prozent der Gesamtschüler greifen auf die Lernplattform Itslearning zu. Bei den wenigen Schülern, bei denen das nicht der Fall ist, liegen die Einwilligungen zum Datenschutz nicht vor.

Wunsch nach Wechselunterricht

Glatt verlief auch das Lernen auf Distanz am Verler Gymnasium, das auf die Multimedia-Plattform Teams von Microsoft setzt. Ebenso wie bei der Grundschule am Bühlbusch. Auch verzeichnete die Schule keine technischen Einschränkungen, als die Schüler und Lehrer morgens alle gleichzeitig um 8 Uhr online gingen. Aber obwohl es mit dem Distanzlernen an der Schule mit täglichen Sprechstunden und Online-Unterrichtseinheiten von rund 20 Minuten gut klappt, wünscht sich Nicola Wollweber den Wechsel vom reinen Distanz- zum Wechselunterricht. „Aber das geht ja leider nicht“, bedauert sie. „Familien sind zur Zeit extrem gefordert“, weiß die Schulleiterin aus Rückmeldungen.

Dass der Präsenzunterricht nach wie vor die beste Form des Unterrichts ist, dem pflichtet Anja Giesbertz, Schulleiterin der St.- Georg-Schule in Sürenheide, bei. Dort wird Padlet als Kommunikationsplattform genutzt, was trotz technischer Einschränkungen gut funktioniere. „Der Start war bei uns etwas chaotisch“, sagt sie rückblickend und meint damit, dass Inhalte am Montagmorgen spurlos verschwunden waren, aber am Nachmittag des gleichen Tags wieder vollständig auftauchten. Im weiteren Wochenverlauf sei das System aber immer stabiler gelaufen.

Drucker entwickelt Eigenleben

„Wir kämpfen eher mit Kleinigkeiten“, berichtet die Pädagogin. Zum Beispiel führten die Drucker an der Schule derzeit ein merkwürdiges Eigenleben. Sie würden regelmäßig eine Mittagspause einlegen. „Immer um 12 Uhr herum stellen die Drucker ihren Dienst für eine gewisse Zeit ein.“ Die Druckaufträge gingen zwar nicht verloren. „Aber solche kleinen Aussetzer nerven im Schulalltag“, sagt Giesbertz. Sie hofft, dass der digitale Hausmeister solche Probleme in den Griff bekommt und damit teils wochenlange Wartezeiten bei RegioIT bald der Vergangenheit angehören.

Die Grundschule befinde sich in puncto digitaler Struktur noch im Aufbau. Deswegen wird die Lernplattform des Landes Logineo NRW LMS noch nicht eingesetzt. An der Marienschule ist das bereits der Fall. „Wir hatten überhaupt keine Probleme“, sagt Andreas Glahe. Der Start sei auch an der Marienschule gut gelungen.

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