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Kommune einigt sich mit Ratsherr Jan Böttcher (FDP)

Stadt kauft Grundstück zurück

Verl (WB/keig). Die Auseinandersetzung zwischen der Stadt Verl und dem FDP-Ratsherrn und Fraktionschef Jan Böttcher um ein Grundstück am Lerchenweg schwelt seit Monaten. Nun ist sie beigelegt. Das verkündeten Böttcher und die Stadt gestern in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Jan Böttcher hatte bereits mit Erdarbeiten begonnen. Foto:

Hintergrund war der Plan Böttchers, den Firmensitz von Böttcher Estriche von der Gütersloher Straße an den Lerchenweg zu verlegen. Mit Erdarbeiten hatte er bereits begonnen und betonte im Januar gegenüber dieser Zeitung, das Vorhaben auf jeden Fall durchziehen zu wollen. Das Grundstück mit einer Größe von 2128 Quadratmetern gehörte ihm seit Mitte 2014. Er kaufte es von der Stadt. Diese knüpfte allerdings Bedingungen an den Kauf geknüpft. Wie das Datum, bis zu dem die Firma loslegen musste mit den Arbeiten. Eine bereits verlängerte Baufrist galt bis Ende 2017. Böttcher begann mit Erdarbeiten – allerdings ohne vorliegende Baugenehmigung. Die beantragte er zwar, hatte aber noch keine Entscheidung vorliegen.

Grundstück war im Eigentum Böttchers seit Mitte 2014

Zudem gab es im Dezember eine Entscheidung des Stadtrates, den Verkauf des Grundstücks wegen nicht eingehaltener Fristen und Nichterfüllung von Auflagen rückgängig zu machen.

Nun gibt es eine Einigung. Die Stadt Verl kauft das Grundstück zurück. Sollte die Stadt es wieder veräußern und dabei mehr Erlös erzielen als den damaligen Kaufpreis Böttchers, erhält dieser die Hälfte des Mehrerlöses. Wie Bürgermeister Michael Esken dieser Zeitung sagte, gibt es wie bei vielen Flächen in Verl bereits Interessenten für das Grundstück am Lerchenweg.

Politiker beginnt mit Bauarbeiten – ohne Genehmigung

Für Böttcher bedeutet das, dass er die Pläne eines neuen Firmensitzes am Lerchenweg begraben muss. »Wir bleiben an unserem Standort an der Gütersloher Straße und werden dort erweitern«, sagte er dieser Zeitung. Mehr wolle er zu der Auseinandersetzung mit der Stadt aber nicht sagen.

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