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Stadt Verl verzichtet auf Kita-Beiträge

Verl (ack)

Die Stadt Verl verzichtet im Mai und Juni auf die Erhebung von Elternbeiträgen für die Betreuung in den Kindertageseinrichtungen und in den Kindertagespflegestellen. Auch für den Offenen Ganztag und die Randstundenbetreuung müssen die Mütter und Väter im Mai nichts bezahlen.

In der nächsten Woche kehren die Kitas zum Regelbetrieb zurück. Dennoch sollen die Elternbeiträge erlassen werden.

Das hat der Stadtrat am Montagabend entschieden. Nachvollziehen kann die Verwaltung das Vorgehen des Landes nicht. Im Januar und Februar hatte die Stadt auf Beiträge verzichtet. Das Land hatte für Januar die Hälfte der Kosten übernommen. Nachfragen der Kommunen, ob das auch für weitere Monate angedacht ist, blieben laut einer Vorlage zunächst unbeantwortet. Erst später deutete sich an, dass das Land für die Monate Februar bis April nichts zahlen will. 

Für März und April hatte die Stadt ihrerseits Beiträge erhoben. „In diesen Monaten stand in den Kitas ein eingeschränktes Betreuungsangebot und in den Kindertagespflegestellen eine Vollbetreuung zur Verfügung“, schreibt die Stadt. Zwar gab es den Appell des Landes, Kinder möglichst zu Hause zu lassen, die Realität aber sah anders aus. 80 Prozent der Jungen und Mädchen wurden in die Kitas gebracht. 

Im Mai ist die Auslastung auf 90 Prozent gestiegen. Und im Juni nun kehren die Einrichtungen in den Regelbetrieb zurück. Das Land aber hat nun in einem Elternbrief angekündigt, dass es für die Monate Mai und Juni die Hälfte der Beiträge für die Kitas und die Kindertagespflege übernehmen will. „Die Vorgehensweise des Landes ist nicht nachvollziehbar“, schreibt die Kommune. 

Die Stadt kritisiert, dass einerseits das Land für Monate, wo das Angebot eingeschränkt war, nichts zahlt, andererseits nun aber Rabatte gewährt, wo quasi fast Normalbetrieb herrscht. Der Verzicht auf Elternbeiträge bedeutet für die Stadt Verl eine Mindereinnahme von insgesamt rund 230.000 Euro, von denen das Land für Mai und Juni rund 100.000 Euro erstattet.

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