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Stadt wartet auf Gerichtsbeschluss

Verl (rast) - Still ruht die Baustelle - also die vom geplanten Mutter-Kind-Haus an der Osningstraße. Doch wie geht es dort jetzt weiter? Diese Zeitung hat nachgefragt.

Anonymous User

Seit zehn Monaten ist nichts passiert am Mutter-Kind-Haus an der Osningstraße in Verl. Die Nachbarn hatten geklagt. Foto:

Seit zehn Monaten ist nichts passiert an der Osningstraße. Und zwar seitdem sich die Nachbarn, wie berichtet, im März 2020 mit einem Eilantrag vor dem Verwaltungsgericht in Minden gegen das Bauvorhaben der Diakonischen Stiftung Ummeln erfolgreich zur Wehr gesetzt hatten. Die Gegner hatten argumentiert, dass die Baunutzungsverordnung von 1968 gelte, wonach eine derartige Einrichtung nicht zulässig ist.

Tönnies hat kein Interesse

Die Verwaltung möchte jedoch, dass gebaut wird. Der Bebauungsplan wurde nach Zustimmung durch den Bauausschuss und den Rat der Stadt der aktuellen Baunutzungsverordnung von 1990 angepasst. Danach ist die Errichtung eines solchen Heims ausnahmsweise erlaubt. Im Oktober hat die Stadt beim Verwaltungsgericht Minden einen Eilantrag auf Änderung des Gerichtsbeschlusses gestellt. Bis zur Entscheidung ruht das Normenkontrollverfahren der Nachbarn gegen die Bebauungsplanänderung der Stadt vorm Oberverwaltungsgericht in Münster.

Die Stiftung hatte indes erklärt, dass das Gebäude notfalls auch anderweitig genutzt werden könne. Zwischenzeitig hatte es dann Gerüchte gegeben, dass die Großschlachterei Tönnies als Unterkunft für seine Mitarbeiter an dem Rohbau interessiert sei. Das wird von dem Rheda-Wiedenbrücker Unternehmen jedoch dementiert. „Das Gebäude in Verl spielt in unseren Planungen keine Rolle“, erklärt Pressesprecher Fabian Reinkemeier.

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