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Verl

Sterbebegleitung: Hospizkurs in Verl startet im Februar

Verl (lw)

Am 2. Februar beginnt in Verl wieder ein Hospizkurs statt. Die Ambulante Hospizgruppe hofft, ihn in Präsenz durchführen zu können. 

In der Regel alte Menschen auf ihrem letzten Weg begleiten: Darum geht es der Ambulanten Hospizgruppe.

Verl (lw) - Sich füreinander Zeit nehmen, zuhören, die Hand halten – all das sind Dinge, die Ehrenamtliche der Hospizgruppe bei der Sterbebegleitung machen. Wer sich in diesem Bereich engagieren möchte, muss allerdings erst einen Hospizkurs machen.

Zur Not findet der Kurs online statt

Während der vergangenen Jahr online stattfinden musste, hofft die Verler Hospizgruppe nun darauf, sich dieses Jahr wieder in Präsenz treffen zu können. „Es gilt die 2G-plus-Regel“, sagt Annika Bräutigam von der Ambulanten Hospizgruppe Verl. Der Kurs startet am Mittwoch, 2. Februar, um 19 Uhr geht bis Mittwoch, 15. Juni. Er findet wöchentlich per Präsenz im Büro der Ambulanten Hospizgruppe an der Hauptstraße 15 in Verl statt. Wenn es die Situation allerdings erfordere, gehe man dieses Jahr auch wieder auf Online-Veranstaltungen über, so Annika Bräutigam. Die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr seien gut gewesen. 

Wer sich vorstellen kann, Menschen in der letzten Phase ihres Lebens zu begleiten, muss zunächst einen Hospizkurs absolvieren. Daran schließt sich ein Praktikum an. „Aus dem Kurs vergangenes Jahr konnte bisher erst ein Praktikum gemacht werden“, sagt Annika Bräutigam. Denn durch das Coronavirus seien Einsätze im Altenheim oder auf der Palliativstation unmöglich gewesen. 

Nicht jeder will sich in der Sterbebegleitung engagieren

Erst wer Hospizkurs und Praktikum absolviert hat, kann sich als Ehrenamtlicher bei der Sterbebegleitung engagieren. Das Ziel verfolgt aber gar nicht jeder Teilnehmer des Kurses, wie Annika Bräutigam erklärt. „Manche arbeiten auch in einer Pflegeeinrichtung und wollen sich auf dem Gebiet weiterbilden“, nennt sie ein Beispiel. Andere wollten sich damit auf den Tod eines Angehörigen vorbereiten. Wiederum andere merkten erst während des theoretischen Unterrichts, dass die Sterbebegleitung doch nichts für sei. 

30 Ehrenamtliche sind bei der Ambulanten Hospizgruppe Verl im Einsatz. Die Hälfte davon übernimmt die Sterbebegleitung. Die andere Hälfte engagiert sich in anderen Bereichen. Auch wenn die Ehrenamtlichen priorisiert wurden und sich frühzeitig gegen das Coronavirus impfen lassen konnten, so hat die Pandemie doch die Arbeit der Hospizgruppe stark beeinträchtigt. „Begleitungen waren zum Teil gar nicht mehr möglich“, sagt Annika Bräutigam.

Verstärkung gesucht

Zum einen gab es strikte Regeln in den Pflegeeinrichtungen, sodass sich die Ehrenamtlichen mit Angehörigen absprechen mussten. Test- und Besuchstermine mussten gekoppelt werden. Zum anderen sind auch unter den Ehrenamtlichen einige ältere Personen, die sich um ihre eigene Gesundheit gesorgt haben. Seit dem Sommer können die Begleitungen nun wieder stattfinden. Und die Ambulante Hospizgruppe würde sich über Verstärkung freuen. 

Weitere Informationen gibt unter 05246/700315 oder per E-Mail an info@hospizgruppe-verl.de.

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