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Stress zwischen SPD und Bürgermeister

Sürenheide (ack). Das hat die CDU-Fraktionschefin davon, wenn sie das Thema Senioren-Residenz in Sürenheide noch einmal auf die Tagesordnung nimmt. Die SPD nutzt die Gunst der Stunde zu einem Generalangriff. Der läuft aber ins Leere. Bis das Projekt realisiert wird, wird es aber noch dauern.

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Kurzer Rückblick: Anfang 2019 gibt der Stadtrat grünes Licht für den Bau einer Senioren-Residenz an der Königsberger Straße in Sürenheide. Weil Ende 2019 aber der Betreiber, die Mediko-Gruppe, einen neuen Besitzer erhält, kommt das Thema nun noch einmal im Ausschuss für Bildung, Sport, Kultur und Generationen auf die Tagesordnung. Nicht, weil über das Projekt noch einmal zu entscheiden wäre. Sondern nur zur Information der Politiker.

Hedwig Rottmann (SPD) hält das dennoch nicht davon ab, den Bau der Einrichtung noch einmal in Frage zu stellen. Überdimensioniert sei die Einrichtung. „Das Projekt richtet sich nicht nach dem Bedarf in Sürenheide, sondern an Gewinninteressen aus“, sagt die Sozialdemokraten.

Stimmt das? Ja und nein. Richtig ist, dass die Mediko sowie die Muttergesellschaft Schönes Leben sowie die niederländische Gesellschaft Waterland Geld verdienen wollen. „Wollen sie mir sagen, dass die Awo und die Caritas nicht wirtschaftlich denken?“, entgegnet Bürgermeister Michael Esken. Er stellt sie als rhetorische Frage.

Politische Nickeligkeiten

Soweit zum Austausch von politischen Nickeligkeiten, hin zu den Fakten. Thorsten Herbst, im Rathaus für alles rund um das Thema Bauen verantwortlich, rechnet damit, dass Ende des Jahres die Baugenehmigung erteilt werden könnte. Für die Residenz mit 54 Pflegeplätzen, weiteren 13 Angeboten im Bereich junge Pflege, 13 Kurzzeitpflegeplätzen und dann 18 Tagespflegeplätzen. Und für das zweite Bauprojekt nebenan. Dort sollen Seniorenwohnungen entstehen.

Die Mediko lässt das unter der Rubrik Servicewohnen statt unter betreutem Wohnen laufen. Wer in das Haus mit 16 Wohnungen einzieht, schließt einen Mietvertrag und kann dann optional weitere Dienste in Anspruch nehmen. Das kann ein Putzdienst ebenso sein wie eine Verpflegung. Die Mediko will mit Ambulanten Diensten aus der Region zusammenarbeiten. Und wann wird gebaut? Läuft alles glatt, geht es im nächsten Jahr an der Königsberger Straße los. Zwischen 18 und 24 Monaten beträgt die Bauzeit.

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