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Verlerin erfolgreich auf der Jagd in Espeln

Total ausgefuchst

Verl (WB). Der Zusammenhalt der Reitergruppe ist ein ganz besonderer. Ein Höhepunkt im Veranstaltungskalender ist die Espelner Fuchsjagd. Bei herrlichem Herbstwetter gingen am Samstag 45 Reiterinnen und Reiter sowie sieben Kutschen an den Start der rund 15 Kilometer langen Strecke.

Manuela Fortmeier

Nach der Fuchsjagd in Espeln darf sich die Verlerin Kerstin Dahlkötter über die Glückwünsche zur Fuchsmajorin der Espelner Reitergruppe freuen. Bei bestem Herbstwetter gingen 45 Reiterinnen und Reiter an den Start. Foto: Sebastian Dahlkötter

Zwei der Teilnehmer waren Kerstin Dahlkötter aus Verl, die seit Samstag auf ihrer 17-jährigen Dunkelfuchs-Stute den Titel »Fuchsmajorin der Reitergruppe Espeln« tragen darf und Jacqueline May, die 2018 Fuchsmajorin der Kleinpferde wurde. »Meine Stute war bis jetzt vornehmlich als Springpferd eingesetzt und ist in diesem Jahr zum ersten Mal eine Fuchsjagd geritten. Nach anfänglicher Aufregung hat sie das aber super gemeistert«, ist Dahlkötter stolz auf ihr Pferd.

»Ich reite, seit ich denken kann. Mit fünf Jahren habe ich mein erstes eigenes Pferd, die Haflinger-Stute Heidi bekommen«, sagt Jacqueline May. Aktuell besitzt die 28-jährige Erzieherin, die im Kindergarten in Kaunitz arbeitet, vier Pferde. Ihr 21-jähriger Fuchs heißt »Findus«. Mit ihm hat die Reiterin, die in Westerwiehe wohnt, im vergangenen Jahr beim Ausreiten des Fuchsschwanzes die Fuchsjagd als Fuchsmajorin der kleinen Reitpferde für sich entschieden.

Spontan zur Teilnahme entschieden

Edwin Krukenmeyer, Vorsitzender der Reitergruppe Espeln, sei ein sehr guter Hufschmied und arbeite seit vielen Jahren für die Pferde der Familie May. Immer wieder hatte er Jacqueline May zur Teilnahme eingeladen. »Im letzten Jahr habe ich spontan und recht kurzfristig zugesagt«, erinnert sich May. Erst im Juli 2018 habe sie sich den 21-jährigen Fuchs »Findus« gekauft. Relativ spontan habe sie sich dann zur Teilnahme entschieden und mit Findus die Wochen vor der Fuchsjagd sehr viel geübt und gearbeitet. »Aber wir zwei hatten schon dabei richtig viel Spaß zusammen, und es hat sich gelohnt. Wir waren damals erfolgreich«.

Erst jetzt sei ihr bewusst geworden, dass ihre Kindergruppe, in der sie arbeitet, die »Fuchsgruppe« ist, dass ihr Pferd ein Fuchs ist und sie bei der Fuchsjagd den Fuchsschwanz errungen habe. »Das war schon lustig«, muss May darüber im Nachgang schmunzeln.

In diesem Jahr hat sie die Entscheidung, erneut an der Fuchsjagd teilzunehmen, schon bewusst früh getroffen, um sich in aller Ruhe gut vorzubereiten.

Es sei so, dass sie der Ehrgeiz gepackt habe und sie gemeinsam mit ihrer Freundin, Jolina Weber zur Fuchsjagd antreten wollte.

Mit dem Pferd durch Höhen und Tiefen

Generell bedeutet das Reiten sowohl für Kerstin Dahlkötter als auch für Jacqueline May viel mehr, als nur auf dem Pferd im Sattel zu sitzen und über die Felder zu galoppieren.

»Mein Pferd und das Reiten begleiten mich in und durch alle Lebenslagen und Höhen und Tiefen«, sagt May. »Wir sind nicht die großen Profis und wollen uns mit denen auch auf keinen Fall messen. Um so mehr sind wir aber stolz auf jede Schleife, die wir zusammen errungen haben. Unsere Pferde und wir selbst wissen, was wir aneinander haben«, sagen May und Dahlkötter.

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