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Verl/Varensell

„Uns wird es auch in Zukunft sehr gut gehen“

Verl/Varensell (abb)

Beim CDU-Schnatgang zwischen Verl und Varensell ist die Beckhoff-Erweiterung das Thema gewesen. Hans Beckhoff war mit von der Partie.

Zur Begehung im Grenzgebiet zwischen Verl und Varensell hatten beide CDU-Verbände am Wochenende geladen. Dabei ging es um die Baupläne der Verler Firma Beckhoff. Der Verler Unternehmer Hans Beckhoff (Mitte) will in Varensell 1000 Arbeitsplätze schaffen. Die neuen Gebäude werden bis zu viergeschossig hoch werden.

Verl/Varensell (abb) - 1000 neue Mitarbeiter, eine Fläche von 9,3 Hektar und bis zu vierstöckige Gebäude. Die Firma Beckhoff Automation wird wie berichtet über die Verler Grenze nach Rietberg springen und in Varensell bauen. Während eines Schnatganges haben sich die CDU-Verbände aus Verl und Varensell jetzt über das Projekt informiert.

Überblick über das künftige Gewerbe-Areal

Während des Schnatganges – also der Grenzbegehung – verschafften sich die Teilnehmer einen Überblick über das Areal, das von der Stahl- und Chromstraße auf Verler Gebiet sowie dem Westfalenweg und der Varenseller Straße auf Rietberger Gebiet eingegrenzt wird. Mit dabei waren außer Firmenchef- und Gründer Hans Beckhoff auch die beiden Bürgermeister Michael Esken (CDU) aus Verl sowie Andreas Sunder (FWG) aus Rietberg. „Uns freut es als Stadt Rietberg sehr, dass Beckhoff Automation in Varensell bauen will“, sagte Andreas Sunder. Eine Stadtentwicklung könne nur erfolgreich sein, wenn die Wirtschaftlichkeit da sei. Daher sei der Plan der Verler Firma gut für Rietberg. Sein Verler Amtskollege Michael Esken betonte, dass Beckhoff Automation eine äußerst seriöse Adresse sei. „Und natürlich fließt auch ein schöner Teil Gewerbesteuer in den Stadtsäckel“, sagte Esken mit einem Augenzwinkern.

Die Bürgermeister von Rietberg und Verl, Andreas Sunder (links) und Michael Esken, freuen sich über die Entstehung des Gewerbegebietes.

Hans Beckhoff betonte, dass es für die Firma eine sehr gute Perspektive gebe. „Uns wird es auch in Zukunft sehr gut gehen“, sagte er. Firmenerweiterungen seien sehr wichtig. Auf dem Gelände plant Beckhoff gemeinsam mit den Tochterunternehmen Schirmer und Smyczek (beide ebenfalls aus Verl) verschiedene Gebäude, die teilweise eingeschossig, aber auch bis zu viergeschossig sein werden. 1000 neue Mitarbeiter sollen hier ihre berufliche Heimat finden. Hans Beckhoff stellte klar, dass die Firma kein lediglich zweckmäßiges Industriegelände bauen möchte. „Wir bauen eher einen Industriepark.“ Es solle von außen und innen hübsch werden.

Kein roter Teppich für Beckhoff

Verls Bürgermeister Michael Esken trat dem Eindruck entschieden entgegen, dass man Beckhoff Automation in Verl und Rietberg den roten Teppich ausrolle und gegen geltende Regeln verstoße. Esken. „Die Fläche war in Rietberg schon immer als Gewerbegebiet ausgewiesen, es gibt für Beckhoff keine Sonderregeln.“ Sein Kollege Andreas Sunder stieß ins gleiche Horn. Ein Großteil der Fläche sei bereits im aktuellen Regionalplan als Gewerbegebiet gekennzeichnet, sagte der Rietberger Bürgermeister.

Das Areal, das Beckhoff bebauen möchte, wurde von den Teilnehmern umrundet.

Andreas Sunder sprach aber auch die aus dem Bau hervorgehenden Probleme an. Das Projekt gehe zulasten der Landwirtschaft. Auch die Schaffung von Parkraum sei ein Thema. „Hier werden wir ein Parkhaus anstreben“, sagte Rietbergs Bürgermeister. Ein wichtiger Punkt sei außerdem die Erschließung des Gebietes, waren sich Andreas Sunder, Michael Esken und Hans Beckhoff einig. Bisher ist geplant, dass das neue Areal über die Verler Seite verkehrstechnisch erschlossen werden soll. Man könne aber auch über eine Wegführung von Rietberger Seite nachdenken, so Beckhoff.

Campus an der Gütersloher Straße soll Tor nach Verl bilden

Während des Schnatganges bei sommerlichen Temperaturen sprach Hans Beckhoff auch vom geplanten Campus entlang der Gütersloher Straße in Verl. „Wir wollen das Tor nach Verl bilden“, so der Firmenchef, der von einer Investitionssumme in Höhe von 200 Millionen Euro („eher mehr“) sprach. Man habe nun zwei Architekturbüros aus Aachen und Düsseldorf beauftragt, Pläne zu machen. Dieses Verfahren soll im Oktober oder November 2022 abgeschlossen sein. Im kommenden Jahr möchte man mit den Bauarbeiten beginnen, die Dauer der Bauzeit bezifferte Hans Beckhoff auf rund drei Jahre.

Im Bereich Chrom- und Stahlstraße sowie Westfalenweg und Varenseller Straße hat Beckhoff Automation 15 Hektar Land erworben. 9,3 Hektar sollen bebaut werden.

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