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Lärmschutzbebauung Östernweg: Hausaufgaben für die Verwaltung

Verkehr bereitet Sorge

Verl (WB). Für eine Lärmschutzbebauung mit etwa 100 Wohnungen am Östernweg würden frühestens in zwei Jahren die Bagger rollen. Das wurde jetzt in der Ratssitzung deutlich. Grundsätzlich begrüßt die Politik die Planung, hat der Verwaltung für eine der nächsten Bauausschuss-Sitzungen aber noch Hausaufgaben mit auf den Weg gegeben.

Dunja Delker

Auf dieser landwirtschaftlichen Fläche am Östernweg haben Investoren und Architekt große Mehrfamilienhäuser geplant. Foto: Dunja Delker

Architekt Eckhard Send erläutert die Pläne

Wie Beigeordneter Thorsten Herbst betonte, habe der Architekt Eckhard Send die Pläne für die Überplanung des 19.000 Quadratmeter großen Areals im Bauausschuss entgegen der üblichen Vorgehensweise erläutert. „Normalerweise kommen wir ja erst mit dem Aufstellungsbeschluss in die Politik”, sagt er. Angesichts der Besonderheiten des Projekts wollte die Verwaltung aber zunächst ein Signal einholen, wie die Fraktionen den Entwurf grundsätzlich sehen. Erst dann sei es überhaupt sinnvoll, das Bauleitplanverfahren mit der Änderung des Flächennutzungsplans und der Aufstellungs des Bebauungsplans einzuleiten. Für dieses Verfahren setzt Herbst eineinhalb Jahre an.

CDU fordert ein externes Gutachten

Die Politik gab der Verwaltung eine Reihe von Aufgaben mit: Die CDU fordert sogar ein externes Gutachten. Laut Fraktionsvorsitzender Gabriele Nitsch sollten dabei auch die künftigen Baugebiete Schlangenweg und Teutoburger Straße unter die Lupe genommen werden. Auch die Parksituation im Bereich Östern- und Westfalenweg soll aus Sicht der Fraktionen berücksichtigt werden. Peter Heethey (SPD) regte an, in dem Zusammenhang die Erschließung über den Westweg zu prüfen, da dort an der Ecke Gütersloher Straße eine Ampel den Verkehr regelt.

Die Themen ÖPNV, Bürgerbus oder Sharing-Angebote müssen aus CDU-Sicht ebenso geprüft werden wie die Verkleinerung der Baukörper oder die Reduzierung der Anzahl der Wohnungen. Vorgeschlagen wurden auch ökologische Gesichtspunkte wie Dachbegrünung, Fotovoltaik oder Solar.

Grundsätzlich begrüßen alle Parteien die Verdichtung des Bereichs und die Schaffung zusätzlichen Wohnraums. Deswegen nahm Beigeordneter Heribert Schönauer den Wunsch der Politik nach der Berücksichtigung von Sozialwohnungen gerne auf. Das sei auch seitens der Stadt ausdrücklich gewollt, sagte er.

Offene Fraktionssitzung am Montag, 3. Februar

Die CDU lädt Anwohner im Bereich Östernweg, Sielhorstsiedlung und Verl-West zur offenen Fraktionssitzung am Montag, 3. Februar, um 18.30 Uhr ins Rathaus ein. Die Bürger sollen zu Wort kommen. Architekt Eckhard Send wird ebenso erwartet wie Bürgermeister Michael Esken sowie die Beigeordneten Heribert Schönauer und Thorsten Herbst.

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