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Verl bekommt Bevölkerungsschutzzentrum

Kreis Gütersloh (gl) - Der Standort für das neue Bevölkerungsschutzzentrum des Kreises Gütersloh steht fest: Die Einrichtung wird auf einer rund 4,3 Hektar großen Fläche an der Thaddäusstraße im Verler Ortsteil Sürenheide entstehen. Das teilte der Kreis am Dienstag mit.

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Nachdem der Kreistag vor knapp einem Jahr die Aufgabe des Standorts in St. Vit beschlossen hatte, lief die Suche nach einer möglichst zentralen Alternative. Das Grundstück des Kreises in Verl entspricht den angeforderten Kriterien: Es handelt sich um eine erschlossene Fläche mit guter Erreichbarkeit und unkritischen Umweltbelangen. Das Areal bietet außerdem die Möglichkeit, mehrere Einheiten des Bevölkerungsschutzes einzugliedern und damit eine produktive Zusammenarbeit zu gewährleisten. So werden dort außer den erforderlichen Funktionen des Brand- und Katastrophenschutzes nicht nur rettungsdienstliche Komponenten vertreten sein, sondern auch das Logistikzentrum für die Tierseuchenbekämpfung.

„In dieser doch sehr negativ geprägten Zeit erfreut es mich heute umso mehr, dass wir hiermit einen weiteren Meilenstein im Bevölkerungsschutz des Kreises Gütersloh setzen“, erklärte der bestellte Einsatzleiter des Kreises Gütersloh, Kreisbrandmeister Dietmar Holtkemper.

Um noch mehr Synergieeffekte zu schaffen, haben die Stadt Verl und der Kreis außerdem die Idee entwickelt, den geplanten Neubau des Feuerwehrgerätehauses für den Löschzug Sürenheide auf dem Grundstück des neuen Bevölkerungsschutzzentrums zu verwirklichen statt auf einem ursprünglich ins Auge gefassten Grundstück rund 200 Meter weiter. Über diese Idee muss allerdings noch der Rat der Stadt Verl entscheiden. „Wir haben genug Platz auf dem Gelände, so dass wir unser Feuerwehrgerätehaus dort gut integrieren können“, erklärte Verls Bürgermeister Michael Esken auf Anfrage dieser Zeitung. „Es ist eine echte Überraschung, die uns da gelungen ist.“

Um das Verfahren bei einem positiven Ratsbeschluss zu beschleunigen, hat die Verwaltung bereits die landesplanerische Anfrage an die Bezirksregierung Detmold geschickt. Die weiteren Verhandlungen zwischen dem Kreis und der Stadt Verl werden im Januar fortgesetzt.

Der zunächst favorisierte Standort in Spexard soll aufgegeben werden. Adäquate Ausgleichsflächen für das Feuchtgebiet konnten bislang nicht gefunden werden. Außerdem wäre dort die verkehrliche Erschließung aufgrund des künftig notwendigen TWE-Bahnübergangs und der Lichtzeichenanlage sehr aufwändig gewesen.

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