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Standesamt hatte sich vor 50 Jahren mit dem Hochzeitstermin vertan

Vor verschlossener Tür

Verl (WB/ibe). Eigentlich wollten Otto und Valentina Fischer, geborene Tschasowski, am 11. Mai 1968 heiraten. Der Termin stand fest, die Hochzeitsgäste waren geladen, das Essen, der Saal und die Musiker bestellt. Als die Brautleute am Standesamt erschienen, standen sie vor verschlossenen Türen.

Otto und Valentina Fischer feiern heute Goldhochzeit. Foto: Renate Ibeler

»Das Amt hatte sich mit dem Termin vertan«, blickt Otto Fischer zurück. Gefeiert hätten sie mit den Gästen trotzdem. »Es war ja alles vorbereitet«, so Valentina Fischer. Beim nächsten Termin hat dann alles geklappt. Und: die Brautleute haben ein zweites Mal groß mit Gästen gefeiert. Dieses Mal war auch das Fernsehen und die Presse als »Entschuldigungs-Bonbon« anwesend, um über die Hochzeit zu berichten.

Jubilare stammen aus Russland

Heute ist das Ehepaar ein halbes Jahrhundert glücklich verheiratet und feiert Goldene Hochzeit. Gebürtig stammen die Jubilare aus Russland. Valentina Fischer wuchs als älteste von fünf Kindern in einem kleinen Dorf auf. Otto Fischer erblickte in der Wolgadeutschen Republik das Licht der Welt. Die Familie mit fünf Kindern wurde Anfang des Krieges nach Kasachstan vertrieben.

Nach der Schulzeit arbeitete der Jubilar im Alter von 14 Jahren als Baggerfahrer. Anschließend diente er Jahre in der Armee, begann eine Ausbildung an einer Fachschule für Kino-Management in Almaty und lernte dort seine spätere Ehefrau Valentina kennen. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor: Helene und Sergej.

1994 nach Deutschland gekommen

Die Familie entschied 1994, nach Deutschland auszuwandern. 1996 erhielt Otto Fischer bei Stükerjürgen in Rietberg eine Anstellung. Seit fünf Jahren genießt das Goldhochzeitspaar den Lebensabend in Sürenheide. Gefeiert wird im Familien- und Bekanntenkreis. Es gratulieren drei Enkelkinder.

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