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Kaunitz

Wetter spielt Novemberlichtern in Kaunitz in die Karten

Kaunitz (matt)

„Man kann hier wunderbar stöbern, und man kann hier auch versacken“, sagt Christa Kulik. Gemeint sind die Novemberlichter in Kaunitz.

Der Bratapfel ist der Klassiker bei den Novemberlichtern. Neu war der Weihnachtskartenverkauf der Messdiener (v. l.) Noah Pollmeier, Nico Cordfulland, Martina Kleinhans und Cordula Bürmann-Erichlandwehr.

Kaunitz (matt) - Großes Besucheraufkommen herrschte bei den diesjährigen Novemberlichtern in Kaunitz. Schon beim Novemberglühen am Vorabend war der Kaunitzer Kirchplatz rappelvoll. „Das Wetter spielt uns dieses Jahr echt in die Karten“, freut sich Sylvia Vredenburg über den rekordverdächtigen Besucherandrang.

Dreh- und Angelpunkt ist seit 1993 der Basar. Andrea Nethenjakob kauft sich dort seit mehr als zehn Jahren selbst gestrickte Socken. „Das sind die Besten“, findet die Kaunitzerin und steckt das geringelte Paar in die Tasche. Gertrud Weustenfeld und Christa Kulik gehören ebenfalls zu den Stammbesuchern. „Man kann hier wunderbar stöbern, trifft Leute und man kann hier auch versacken“, sagt Christa Kulik augenzwinkernd.

Sortiment hat sich mit den Jahren verändert

Glühwein-Wetter: Larissa Kerger (links) und Heike Sagemüller.Das Sortiment hat sich mit den Jahren verändert. „Weniger Tischdecken, dafür modernere Deko“, bringt Marlies Sagemüller, Leiterin der KFD-Handarbeitsgruppe, die wesentliche Veränderung auf den Punkt. Stoffe oder Inlets für Kissen bekommt die Gruppe gestiftet. „Das hilft uns enorm weiter“, so Sagemüller. Denn der Gesamterlös wandert nicht in die Vereinskasse, sondern wird gespendet.

„Dieses Jahr wollen wir das Kinderhospital Bethel, den Verler Warenkorb und die Verler Verteilstelle der Gütersloher Tafel unterstützen“, verrät KFD-Vorsitzende Sylvia Vredenburg, die seit April die Gemeinschaft anführt. 143.700 Euro hat die KFD an Gesamtspenden bislang zusammenbekommen. „Zwischen 4500 und 6000 Euro jährlich haben wir an Spenden weiterreichen können“, so Vredenburg.

200 Besucher am Samstagabend

Stammbesucher sind Gertrud Weustenfeld (links) und Christa Kulik.Rund 200 Besucher waren es allein am Samstagabend. „Und die Leute wollten gar nicht nach Hause gehen, sodass wir kurz vor Mitternacht einfach die Bude dichtgemacht haben“, berichtet Detelf Vietz, einer der beiden KFD-Männer. Das kann die KFD-Vorsitzende Sylvia Vredenburg nur bestätigen: „Das Kontingent an Eierpunsch für beide Tage war ruckzuck alle.“

Beim Glühwein und der Feuerzangenbowle musste nachgelegt werden, um auch am Sonntag über die Runden zu kommen, und die Champignons waren Samstag komplett ausverkauft, zählt sie auf. Am Sonntag war der Besucherandrang bei strahlendem Sonnenschein ähnlich groß. Kein Wunder, denn die Novemberlichter sind ein familienfreundliches Fest. So wurde von der jungen Syrisch-orthodoxen Kirchengemeinde Verl St. Jakob eine Linsensuppe anboten.

Pilgerweg neu im Angebot

Ganz neu war das Angebot eines November-Pilgerwegs. „Wir haben in Kaunitz einfach das Glück, neben Pastor Benedikt Kickum, mit Raphaela Hermschröder bei der KFD eine geistliche Begleitung zu haben. Sie hat diesen Pilgerweg umgesetzt“, so Vredenburg. Im kommenden Jahr feiern die Novemberlichter dann offiziell ihr 30-Jähriges.

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