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Wie Verler Siebtklässler sich Mitgefühl vorstellen

Verl (matt)

Wie stellen sich Verler das Thema „Mit Mitgefühl führen“ in Bildform vor? Das haben sie bei einem Malwettbewerb gezeigt.

Mit im doppelten Sinn ausgezeichneten Arbeiten überzeugten (v. l.) Leonie Fischbach, Yannik Wimmelbücker, Emma Mashänser, Lukas Hohmann, Hannah Thebille und Luisa Uetermeier die Jury des diesjährigen Lions Club-Malwettbewerbs. Dort wird weltweit Jahr für Jahr das aussagekräftigste Friedensplakat gesucht. Traditionell sind auch die siebten Klassen des Verler Gymnasiums mit im Boot bei der Aktion.

Verl (matt) - Leonie Fischbach und Luisa Uetermeier: So heißen die Siegerinnen des diesjährigen Malwettbewerbs für Friedensplakate, den der Lions-Club Gütersloh-Teutoburger Wald und das Verler Gymnasium seit 2014 gemeinsam auf Distrikt-Ebene durchführen.

„Das Motto war besonders schwer umzusetzen“

Zwischen 55 Ideen zum Thema „Mit Mitgefühl führen“ musste sich die fünfköpfige Jury entscheiden – darunter der ehemalige Direktor des Verler Gymnasiums und Jugendbeauftragte des Sponsorenclubs, Dieter Aspelmeier.

„Das Motto war in diesem Jahr besonders schwer umzusetzen“, waren sich Aspelmeier und Kunstlehrer Andreas Priever bei der Preisübergabe einig. Umso erstaunlicher, wie ideenreich die Siebtklässler, die traditionell am international ausgeschriebenen Wettbewerb teilnehmen – und das seit 2014 – das sperrige Motto plakativ umsetzten.

Friedens-Symbol im Zentrum des Bilds

Während Luisa Uetermeier konkret auf den Ukraine-Krieg Bezug nimmt und die Hoffnung ausdrückt, dass zwischen Kindern der Kriegsparteien Frieden herrschen möge, obwohl die Erwachsenen sich bekriegen, wählte Leonie Fischbach eine ganz andere Bildsprache. 

Sie setzte das Friedens-Symbol ins Zentrum ihres Bilds. Der Horizont teilt das Bild in einen friedlichen Himmel sowie kriegsbrennende Erde und lässt so Interpretationsspielräume. Beide Bilder nehmen jetzt westfalenweit an der nächsten Runde teil.

Eine fast vergessene Krise

Prämiert wurden noch vier weitere Bilder: Die beiden zweiten Plätze gingen an Yannik Wimmelbücker und Klassenkameradin Hannah Thebille aus der 7e. Während Yannik das Prinzip Freundschaft und Solidarität herausstellt, war Hannahs Ansatz ökologischer Natur.

Sehenswert sind auch die beiden Exponate, die es auf den dritten Rang schafften: Lukas Hohmann thematisierte die (fast) vergessene, aber sich immer weiter zuspitzende Flüchtlingskrise am und im Mittelmeer, Emma Mashänser mahnte mit ihrem Bild internationale Zusammenarbeit zur Rettung der Meere an.

Junge Menschen werden auch finanziell belohnt

Gelohnt hat sich das Engagement der jungen Menschen vom Verler Gymnasium auf alle Fälle. Allein schon, weil die doppelt vergebenen ersten drei Plätze mit Preisgeldern verbunden sind. 

Entstanden sind die insgesamt 55 eingereichten Bilder im Kunstunterricht zwischen Schulstart und dem Ende der Herbstferien unter Leitung von Georgette Hanun.

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