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Raphael Fortkord löst Erwin Kleinemeier als Verler Löschzugführer ab

»Wir können nur gewinnen«

Verl (WB). Starker Beifall, ein nahezu sprachloser (ehemaliger) Löschzugführer, ein Ehrenjubilar und jede Menge frischer Wind – die Generalversammlung des Löschzuges Verl war am Samstag auch eine emotionale Achterbahnfahrt.

Alexandra Wittke

Alt und Neu: (von links) Timo Helfbernd (2. Stellvertreter) überreichte mit Raphael Fortkord (neuer Löschzugführer) und Dirk Späte (stellvertretender Löschzugführer) ein Bild mit Widmungen an den scheidenden Löschzugführer Erwin Kleinemeier. Foto: Alexandra Wittke

18 Jahre Löschzugführer zusammengefasst auf fünf eng beschriebenen Seiten. Die Liste, die Bürgermeister Michael Esken anlässlich der offiziellen Verabschiedung von Erwin Kleinemeier mitgebracht hat, ist lang. »Zu lang, um sie vorzulesen. Das tue ich Ihnen nicht an!« schmunzelt er dann auch, bevor er doch einige Stationen aus Kleinemeiers Zeit als Löschzugführer aufgreift. »Das ist ein Lebenswerk!«, bilanziert der Bürgermeister abschließend kurz, aber treffend.

Sein »Lebenswerk« tritt Raphael Fortkord mit der Amtsübernahme von Kleinemeier erst an. Aber, so der neue Löschzugführer zu den Gesprächen im Vorfeld der Wahl, »wir können nur gewinnen, Jungs. Entweder mehr Freizeit oder mehr Verantwortung!«

Große Fußstapfen

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Die Fußstapfen, die es auszufüllen gilt, sind also groß. Unterstützung dabei kommt neben Dirk Späte und durch Florian Seyfert als Stellvertreter auch aus den Reihen des Nachwuchses. Mit Leistungsnachweisen und einer Vielzahl von Beförderungen zollte Martin Wanders den jungen Kameraden den Respekt der Führungsspitze.

Ein besonderes Dienstjubiläum galt es auch noch zu ehren. Franz-Hubert Wittenborg, vielen bekannt als derjenige, der sich um das alte Drehleiter-Fahrzeug kümmert, kann auf 50 Jahre Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Verl zurückblicken.

Im Rahmen der Beförderungen gab es eine Premiere. Mit der Ernennung von Jens Hoffmann zum Fachberater Seelsorge trägt die Führung des Löschzuges einer aktuellen Gesetzesänderung Rechnung. Zuvor war der Pfarrer bereits zum Feuerwehrmann befördert worden.

Ein klares Bekenntnis zu den Plänen, die Kreisfeuerwehrschule in Spexard anzusiedeln, gab es am Rande der Versammlung ebenfalls. Bürgermeister Michael Esken positionierte sich, ähnlich wie schon eine Vielzahl seiner Kollegen aus der Region, ganz klar für den Standort und gegen eine Sanierung der Räume in St. Vit. Ein Neubau an der Autobahn sei »nicht zuletzt aufgrund der räumlichen Nähe« sein klarer Favorit.

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