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Afrika-Tag: 400 Besucher allein schon beim Gottesdienst

Zusammenarbeit mit Malawi

Verl (WB). »Wenn du von deinen zwei Euro Taschengeld zehn Prozent abgeben müsstest, würdest du das dann merken?«, fragte Pfarrer Joachim Cruse eine junge Schülerin. »Das wären 20 Cent«, half er der Rechnenden auf die Sprünge, und die schüttelte dann den Kopf. »Wenn jeder von uns Reichen nur ein bisschen verzichten würde, dann könnten wir die Welt verbessern«, war das Motto seiner Predigt.

Renate Ibeler

Den Gottesdienst als Auftakt des Afrika-Tages gestalteten Sängerin Princess Chitsulo und Sänger Patience Namadingo musikalisch. Pfarrer Joachim Cruse predigte, dass die Reichen auf etwas verzichten müssten, um die Welt zu verbessern. Foto: Renate Ibeler

Etwa 400 Besucher waren am Sonntag zum Afrika-Tag in die Aula des Gymnasiums gekommen. Den Auftakt hatte ein Gottesdienst gemacht. Musikalisch gestaltet wurde er mit den bekannten afrikanischen Künstlern Patience Namadingo und Princess Chitsulo sowie der malawischen Band.

Nicht zeitgleich zum Afrika-Tag, sondern eine Woche zuvor, am 9. und 10. Juni, konnte das Malawi-Projektteam Bischof Martin Mtumbuka aus der Diözese Karongaa in Kaunitz begrüßen. »Obwohl nicht direkt involviert, ist er dennoch informiert, was in unserem Projekt geschieht und zeigt mit seinem Besuch seine Wertschätzung«, stellte Elisabeth Maasjost heraus.

Begleitet wurde der Geistliche von Isaac Ziba, einem Repräsentanten des Bischofs Ryan aus der Diözese Mzuzu, der 2016 zu Besuch in Kaunitz war. Auf dem Programm stand ein Besuch der Franziskanerinnen in Salzkotten, die in diesem Jahr einige Missionare auf Zeit (Freiwilligendienst) nach Malawi entsenden.

Einstündiges Konzert

Beim Afrika-Tag am Sonntag stand ein einstündiges Konzert der bekannten afrikanischen Künstler Patience Namadingo und Princess Chitsulo im Mittelpunkt. Der Auftritt in Verl bot sich an, weil die Musiker anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft Hannover mit Bantyre Malawi zur Festwoche vom 21. bis 24. Juni in Hannover sind.

Die Musiker zeigten ihr Können schon im Gottesdienst am Vormittag. In der großen Mittagspause hatten die Besucher Gelegenheit, kulinarische afrikanische Spezialitäten zu probieren. Natürlich stand auch die beliebte deutsche Bratwurst auf dem Speiseplan.

Über die verschiedenen Projekte in Malawi konnten sich die Gäste an Informationsständen ein Bild machen. Die Künstler standen ebenfalls für Fragen zur Verfügung. Das Malawi-Projektteam – seit fünf Jahren setzen sich das Eine-Welt-Team Kaunitz und das 24/7-Jugendkirchen-Team als Nachfolger des Initiators Pater Dresselhaus für die Verbesserung der Lebensbedingungen im afrikanischen Malawi ein – waren mit der Resonanz der Veranstaltung mehr als zufrieden.

Den Afrika-Tag hatte das Projekt-Team auch zum Anlass genommen, den neuen Projektnamen und das Logo vorzustellen: der neue Name lautet »Malawi-Projekt Umoza na Malawi« (heißt übersetzt Zusammenarbeit/Teamwork mit Malawi).

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