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Stadt und Tierschutzverein führen Zusammenarbeit fort

Auf Pauschale geeinigt

Versmold (WB). Bereits Anfang dieses Jahres haben die Stadt Versmold und der Tierschutzverein Bielefeld die Fortführung des langjährigen Fundtiervertrages neu vereinbart. Das Bielefelder Tierheim nimmt alle Fundtiere aus Versmold auf und erhält dafür eine nunmehr eine Vergütung, die sich nach der Einwohnerzahl der Kommune bemisst.

Klaus Münstermann

Ihre Zusammenarbeit ist vertraglich geregelt: Vorsitzender Helmut Tiekötter und Martina Auhage vom Tierschutzverein Bielefeld sowie Maria Shatrova und Dirk Richter von der Stadtverwaltung Versmold. Foto:

Während die Stadt Halle, wie bereits berichtet, 50 Cent pro Einwohner zahlt, müssen die Versmolder mit einem Euro pro Einwohner und demzufolge etwa 21.000 Euro doppelt so tief in die Tasche greifen. »Das hängt mit der Anzahl der Tiere zusammen. In Versmold sind es ungleich mehr in der Vergangenheit gewesen«, sagt Fachbereichsleiter Hans-Jürgen Matthies. Im Jahr 2011 waren es 57 Katzen, ein Jahr später 69. »Danach sanken die Zahlen auf 37 und 32, weil im Tierheim Bielefeld wiederholt ein Aufnahmestopp verhängt wurde«, sagt Matthies. Der bis Ende 2017 gültige Vertrag, der im Gegensatz zu Halle keine Kontingentierung bei Tieren vorsieht, beinhaltet auch die Aufnahme von beschlagnahmten Tieren. Etwa wenn ein Hund aus einer Familie herausgeholt wird, weil die sich als ungeeignet für dessen Haltung erwiesen hat.

Pauschale ein Euro pro Einwohner

»Wichtig ist uns Tierschützern neben der guten und fachgerechten Versorgung der Fundtiere aber auch der Tierschutz vor Ort« sagt Helmut Tiekötter, Vorsitzender des Tierschutzvereins Bielefeld und Umgebung. So haben die Bielefelder Tierschützer Mittel des Landes aus dem Kastrationsfond beantragt und bewilligt bekommen. Tiekötter: »Wichtig ist die bestehende behördliche Verordnung über die Kastrationspflicht der Tierhalter in Versmold. Aber wir möchten dabei im Rahmen unserer Möglichkeiten Hilfestellung geben.«

Im Wesentlichen geht es dabei um Streunerkatzen, die wohl von tierlieben Menschen gefüttert werden, aber nicht wirklich als Heimtier betrachtet werden. Die ungewollte Vermehrung dieser Tiere muss verhindert werden. In den kommenden Wochen rechnet Tiekötter mit einer vermehrten Aufnahme von Katzenkindern, den so genannten »Maikätzchen«. Aktuell befinden sich bereits 141 Katzen, darunter 15 Kitten, im Tierheim und in privaten Pflegestellen des Vereins. Jährlich werden in Deutschland 130.000 Katzen in Obhut genommen.

Finder sollten sich immer zuerst ans Rathaus oder die Polizeidienststelle wenden. Martina Auhage vertritt den Bielefelder Tierschutzverein in Versmold und dient als Ansprechpartnerin.

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