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IGEV stellt Versmolder »Free-Key-App« vor

Einzelhändler setzenauf digitale Werbung

Versmold (hn). Der Wurstträgermarkt soll in diesem Jahr erstmals über zwei Tage Menschen aus dem gesamten Altkreis anlocken. Mit einem Markt-Mix aus Unterhaltung, verkaufsoffenem Sonntag und kulinarischen Angeboten will sich die Interessengemeinschaft Einkaufsstadt Versmold (IGEV) am 7. und 8. Oktober präsentieren.

Der Vorstand der IGEV (von links): Mario Haberkamp, Peter Sochart, Jürgen Kleine, Dirk Ludewig, Roland Bredow. Foto: Burkhard Hoeltzenbein

Der Online-Konkurrenz begegnen die Einzelhändler mit zusätzlichen Attraktionen »live und in Farbe«. Wie gestern kurz gemeldet, soll eine Eisbahn vor der Petri-Kirche im Dezember und Januar sieben Wochen lang die Schlittschuhläufer aus der Region anziehen. Arbeitsgemeinschaft Versmold (AGV) und IGEV arbeiten Hand in Hand. »So etwas gibt es weit und breit nicht«, sagte Jürgen Kleine, Vorsitzender der IGEV, bei der Jahreshauptversammlung. Noch sind Details mit Stadt, Kirchengemeinde, Sponsoren und Vereinen zu klären. Doch Kleine ist »zu 99 Prozent« sicher, dass Anfang Dezember die von einer durchsichtigen Plane überdachte, 200 Quadratmeter große Eisfläche bereit sein wird. Aktionen wie Eisstockschießen sind geplant.

Eine Absage erteilten die IGEV-Händler der Idee eines neuen Gutscheinheftes. Dieses sollte kostenlos an Neubürger, Touristen und Einpendler verteilt werden. In die Aktion legte Martina Janßen, im Rathaus zuständig für Wirtschaftsförderung, viel Hoffnung, wie auf der Versammlung zu spüren war. »Ich habe 400 Adressaten angeschrieben und nur von zwei Geschäften Rückantworten«, verdeutlichte Janßen die geringe Resonanz. Der Druck des Heftes sollte sich über Werbung refinanzieren. Die Debatte zeigte, dass die Print-Version nicht verfängt. »So ein Heft ist nicht mehr zeitgemäß«, lautete der Tenor der Händler. »Das Projekt ist gestorben«, konstatierte Janßen selbst.

Vielmehr setzt die IGEV auf digitale Präsenz. Eine »Free-Key-App« für Versmold soll Smartphone-Träger mit kostenlosem WLAN-Zugang durch die Einkaufsstadt leiten. Hier können sich die Händler digital präsentieren, Angebote einstellen oder über QR-Codes in den Schaufenstern außerhalb der Öffnungszeiten zum digitalen Einkaufen animieren. Darüber hinaus bietet die App Infos zu Gastronomie und Hotels – und das für jede Stadt, in der sich der Nutzer aufhält. Das Konzept will die IGEV ihren Mitgliedern noch intensiv vorstellen. Bei der Versammlung waren nur zwölf IGEV-Geschäfte vertreten.

Dabei stieg die Zahl der Mitglieder im Vorjahr von 62 auf 66. Wiedergewählt wurden neben Jürgen Kleine sein Vertreter Mario Haberkamp und Schriftführer Peter Sochart sowie die Beisitzer Carolin Schlutter, Sascha Hinnendahl und Dirk Ludewig. Das Stadtfestival steigt vom 25. bis 27. August, das Moonlight-Shopping im Herbst am 10. November.

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