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Rettungshubschrauber im Einsatz - Polizei sucht Zeugen

Unfall in Versmold-Peckeloh: Mann (58) in Lebensgefahr

Versmold/Werther

Ein Mann (58) aus Werther ist am Donnerstagmorgen bei einem Allein-Unfall in Versmold-Peckeloh in seinem Transporter eingeklemmt und schwer verletzt worden.

Von Gabriele Grund

Schwerer Unfall in Versmold-Peckeloh. Foto: Gabriele Grund

Ein schwerer Verkehrsunfall hat am Donnerstagmorgen, gegen 8.15 Uhr im Versmolder Ortsteil Peckeloh ein Großaufgebot an Rettungskräften, Feuerwehr und Polizei zur Folge. Ein 58-jähriger Mann aus Werther ist mit seinem Transporter von der Straße abgekommen und frontal vor einen Baum geprallt. Dabei wird er lebensgefährlich verletzt.

Frontal vor einen Baum geprallt

Nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei ist  der Fahrer mit seinem Renault-Transporter auf der Münsterstraße (B 476), von Peckeloh in Fahrtrichtung Sassenberg unterwegs, als er plötzlich, unmittelbar hinter der Hausnummer 165, aus bislang ungeklärter Ursache nach links auf die Gegenfahrbahn gerät, von der Fahrbahn abkommt und frontal vor einen Baum prallt. Durch die enorme Wucht drückt sich dieser durch die komplette Beifahrerseite bis in den hinteren Ladebereich.

Eine Ersthelferin wird auf den Unfall aufmerksam. Sie wählt den Notruf und betreut den im Fahrzeug eingeklemmten Fahrer. Als Minuten später Einsatzkräfte der Feuerwehr Versmold eintreffen, öffnen sie die unter Einsatz von schweren hydraulischen Geräten die schwer deformierte Fahrertür und befreien den Fahrer, in notfallmedizinischer Begleitung mit der Rettungsdienstbesatzung, in einer Crashrettung. Bei dieser Art geht es einzig und allein darum, das lebensbedrohlich verletzte Unfallopfer so schnell wie möglich aus dem Wrack zu befreien und einer intensivmedizinischen Betreuung zuzuführen.

Ein weiteres Team des Löschzuges hat indes das verunfallte Fahrzeug durch Unterbauungen in seiner Lage stabilisiert. Weil der eingesetzte Notarzt in einer ersten Untersuchung lebensgefährliche Verletzung feststellt, wird der Rettungshubschrauber angefordert. Nach einer Erstversorgung im Rettungswagen wird der Fahrer im Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Osnabrück geflogen.

Spur der Verwüstung

Wie heftig der die Wucht des Aufpralls gewesen sein muss, wird nicht nur durch die zerfetzte Karosserie des Lieferwagens, sondern auch im Spurenbild deutlich. So liegen abgerissene Trümmerteile, Splitter und persönliche Gegenstände weit verstreut um die Unfallstelle herum. Ein abgerissenes Rad ist  über beide Fahrspuren hinweg 50 Meter weiter auf ein Feld geflogen. Einsatzkräfte der Feuerwehr streuen auslaufenden Kraftstoff und Öl ab, die untere Wasserbehörde wird angefordert. Zudem unterstützen sie bei den Bergungs- und Aufräumarbeiten und stellen den Brandschutz sicher.

Um den Verkehrsunfall in allen Details rekonstruieren zu können, wirddas zu Jahresbeginn neu eingerichtete Verkehrsunfallaufnahme-Team (VU-Team) der Polizei aus Bielefeld nach Peckeloh beordert. Zur Spuren- und Beweissicherung kommt modernste Technik wie 3D-Scanner und Drohnen zum Einsatz. Für die Zeit der Unfallaufnahme, Bergung des Fahrzeugs und Straßenreinigung bleibt die Münsterstraße im Bereich des Unfalls großräumig in beide Richtungen für mehr als drei Stunden gesperrt. Der Verkehr wird umgeleitet. Der Gesamtschaden wird mit rund 15.000 Euro beziffert.

Polizei sucht Zeugen

Die Polizei Gütersloh sucht Zeugen. Wer kann weitere Angaben zu dem Unfallhergang machen? Wer kann Hinweise zu dem roten Transporter geben, welcher um kurz nach 08.00 Uhr auf der Münsterstraße in Richtung Sassenberg unterwegs war? Hinweise und Angaben nimmt die Polizei Gütersloh unter der Telefonnummer

05241 869-0 entgegen.

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