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Warum mit dem Weihnachtsbaumverkauf Dorothea Stoppenbrink unterstützt wird

Afrika-Hilfe bleibt weiter bitter nötig

Werther-Theenhausen (WB). Wer seinen Tannenbaum in Theenhausen kauft, bringt Kinderaugen in Afrika zum Glänzen. Bereits seit vielen Jahren unterstützen die Familien Niemann und Hopmann mit einem Teil des Verkaufserlöses und weiteren Spenden von Kunden die Arbeit von Kinderkrankenschwester Dorothea Stoppenbrink in Malawi. Das bleibt auch so – selbst wenn die Barnhausenerin ihre Zelte vor Ort nach 14 Jahren inzwischen abgebrochen hat.

Margit Brand

Tannenbäume helfen in Malawi: Christoph Niemann, Mirko, Bärbel und Otfried Hopmann (von links) setzen auf dem Hof an der Theenhausener Straße durch den Weihnachtsbaumverkauf die Unterstützung Dorothea Stoppenbrinks fort. Foto: Margit Brand

Die Krankenstation, die Dorothea Stoppenbrink in Zusammenarbeit mit der einheimischen Waisenorganisation Kindle Orphan Outreach aufgebaut hat, liegt mitten im Busch. Der spärliche Vorrat an Nahrungsmitteln und Medikamenten weckt Begehrlichkeiten. „Uns so kam es, dass Doris dort - trotz Bewachung - vor einem Jahr überfallen worden ist. Mit ihren Kindern fand sie vorübergehend Unterschlupf bei einem Pastor. Doch letztlich hat sie sich entschieden, dauerhaft nach Deutschland zurückzukehren“, erzählt Otfried Hopmann.

Überfallen vor einem Jahr

Trotzdem käme es Doris Stoppenbrink nicht in den Sinn, „ihre“ Kinder in Malawi im Stich zu lassen. Online hält sie engen Kontakt, gerade erst ist sie wieder vor Ort. Am liebsten würde sie einen Verein gründen, um die Fortsetzung ihrer Arbeit zu garantieren. Das gestalte sich jedoch schwierig, schreibt sie in einem Info-Brief an alle, die sie daheim unterstützen. „Umso mehr bin ich erleichtert, dass durch einen ehrenamtlichen Vertrag bei der Vereinigten Deutschen Missionshilfe Projekte an meinem Einsatzort fortgeführt werden können.“

Sie nennt als Beispiel die kleine Shaleen, ein Waisenmädchen, das nur durch Milchpulver überlebte, das sie in Kindle bekam. Es sei eine Freude zu sehen, wie prächtig sich die Kleine entwickelt habe. „Dafür aber braucht es Geld, das Kindle selbst nicht hat“, schildert sie die ernste Situation. Lebensmittel seien extrem knapp. Wegen langer Dürreperioden sei die Ernte nur gering.

Tannenbäume helfen Malawi

Umso dankbarer zeigt Doris Stoppenbrink sich, dass gerade viele Menschen in ihrer alten Heimat – sie selbst ist gerade dabei, mit ihren Kindern Timothy und Prisca in Gießen neu Fuß zu fassen - zu ihren treuen Unterstützern zählen. Mit voraussichtlich 3000 Euro darf sie allein dieses Jahr aus dem Verkauf von Tannenbäumen auf dem Hof Niemann (Theenhausener Straße 6) rechnen.

Indirekt hat dort eigentlich alles angefangen mit der langjährigen Arbeit in Afrika. 2004 berichtete das WESTFALEN-BLATT davon, dass das Tannenbaum-Projekt Dorothea Stoppenbrinks ersten Projekte in Malawi helfen sollte. „Daraufhin meldete sich eine Frau aus Hörste, deren Verwandte Ärzte in der dortigen Hauptstadt waren. Wir nahmen Kontakt auf, und ich erfuhr von Kindle Orphan Outreach, die dringend eine Kinderkrankenschwester suchten für den Aufbau der Gesundheitsarbeit...“ Der Anfang war gemacht. Ende nicht in Sicht.

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