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Weihnachtsspendenaktion der Werther Tafel - immer weniger Lebensmittel für immer mehr Bedürftige

Auch die kleinste Spende hilft

Werther

Im gesamten Bundesgebiet steigt die Zahl der Menschen, die auf Lebensmittel der Tafel angewiesen sind, in Werther hat sie sich fast verdoppelt. Waren es 2021 noch 28 Haushalte, die berechtigt waren, bei der Werther Tafel einzukaufen, sind es nun 50. Die Gründe sind hinlänglich bekannt: Gestiegene Lebensmittelpreise, höhere Ausgaben für Strom und Heizung sowie die als Folge des Ukrainekriegs zunehmende Zahl an Geflüchteten. „Damit sind wir absolut am Limit“, sagt Marion Jensen vom Kreisfamilienzentrum Fam.o.S. e.V.. Sie leitet und koordiniert die Tafel in Werther in Kooperation mit der Gütersloher Tafel. Um die Körbe weiterhin füllen zu können, startet die Tafel Werther auch in diesem Jahr eine Weihnachts-Spendenaktion.

Von Christina Geis

 Fleißige Helfer füllen jeden Mittwochvormittag die Kisten für die Kunden (v.l.): Marion Jensen (Koordinatorin), Hartmut Fritzsch, Niklas Schabberhard, Lai Min Yong-Heidt, Melanie Saalbach, Susanne Weiß-Honsel, Maren Haupt und Silke Stühmeyer gehören zum insgesamt zwanzigköpfigen Team von Ehrenamtlichen. Foto: Christina Geis

Ausgerichtet sei man in Werther für maximal 40 Haushalte, aktuell sind es 50. „Mehr geht nicht, auch wenn wir uns räumlich vergrößern würden. Es sind einfach nicht genügend Lebensmittel da“, berichtet Jensen. Die Lebensmittelspenden von den Läden würden immer weniger, ein Grund dafür sei, dass Supermärkte und Discounter immer häufiger abgelaufene Waren zu reduzierten Preisen selbst verkauften. Im Edeka Speicher (ehemals Engelke-Söhngen) und bei Rewe Adam können Sachspenden für die Werther Tafel an der Kasse abgegeben werden.

"Heizungsprämie" als Spende weitergegeben

Die Warteliste sei riesig. Damit möglichst viele Berechtigte zum Zuge kommen, verfährt die Tafel in Werther nach einer Art Rotationssystem. Haushalte, die ein halbes Jahr bei der Tafel einkaufen durften – jeder Erwachsene zahlt 2,50 Euro pro Einkauf, Kinder gestaffelt nach der Zahl mindestens fünfzig Cent – müssen dann  drei Monate pausieren, damit andere zum Zuge kommen. Staatliche Unterstützung gibt es für die Tafeln nicht. Deshalb hatte die Wertheranerin Silvia Mehring die Idee, ihre vom Staat nach dem Gießkannenprinzip verteilte "Heizungsprämie" an die Werther Tafel zu spenden. „Ich bin auf diese Unterstützung nicht wirklich angewiesen, daher möchte ich sie gerne dahin weitergeben, wo sie gebraucht wird“, sagt Silvia Mehring und hofft, dass vielleicht andere ihrem Impuls folgen.

 Damit auch an Weihnachten eine kleine Freude für Kinder in den Korb kommen kann: In diesem Jahr ist die Weihnachts-Spendenaktion der Tafel Werther besonders wichtig. Foto: Christina Geis

„Das freut uns natürlich sehr“, sagt Marion Jensen. Als gemeinnütziger Verein kann das Fam.o.S. sowohl Geld- als auch Sachspenden direkt entgegennehmen. Alles, was für die Tafel bestimmt ist, wird auch direkt hierfür verwendet. Auch in diesem Jahr gibt es eine Weihnachtsspendenaktion. „Wir bitten um Geldspenden, damit wir zusätzliche Lebensmittel und Hygieneartikel für die Weihnachtsausgabe kaufen können.“

So kann gespendet werden

Die Spendenaktion läuft ab sofort. Gespendet werden kann per Überweisung an Fam.o.S. e.V., Kreissparkasse Halle/Westf., IBAN DE13 4805 1580 0002 5676 59, Verwendungszweck: Weihnachtsaktion Tafel Werther oder per Paypal an [email protected] (damit hier keine Gebühr anfällt, bitte die Option „Geld an einen Freund senden“ wählen). Bargeld-Spenden werden zu den Bürozeiten (montags, mittwochs und donnerstags von 9-12 Uhr) an der Engerstr. 2 entgegengenommen.Ansprechpartnerin ist Marion Jensen, Tel. 05203 296 066 oder Mail an [email protected]. Wird eine Spendenbescheinigung gewünscht, bitte bei der Überweisung die Anschrift angeben.

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