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Judith Venjakob entwickelt Namen und Logo für Museums-Ensemble in Werther

Böckstiegel ist eine Marke

Werther (WB). Diagonale Linienführung und ein neuer Name: Museum Peter August Böckstiegel wird künftig das Ensemble aus Neubau und dem Künstlerhaus an der Schloßstraße heißen. Das Logo dazu hat die Bielefelder Art-Direktorin Dr. Judith Venjakob entwickelt.

Klaus-Peter Schillig

Nicht schräg, sondern diagonal. So sieht künftig das Markenzeichen des »Museums Peter August Böckstiegel« aus, das David Riedel und Lilian Wohnhas gestern gemeinsam mit Designerin Dr. Judith Venjakob vorgestellt haben. Fotos: Klaus-Peter Schillig Foto:

Schon im vergangenen Herbst ist innerhalb der Stiftung entschieden worden, dem neuen Museum eine sogenannte »Corporate Identity« zu geben, eine Marke mit optischem Wiedererkennungswert zu schaffen. Beauftragt worden ist damit Dr. Judith Venjakob, die ausgebildete Grafik-Designerin ebenso ist wie promovierte Kunsthistorikerin.

Die hatte die Aufgabe, den langen Namen mit einem grafischen Element zu verbinden. »Wir haben auch nach einer griffigen Abkürzung gesucht, aber nichts gefunden«, sagt Museumsleiter David Riedel. »Wir wollten dann doch den langen Namen, das war dem Künstler immer wichtig.«

Charakteristik des Gebäudes aufgenommen

Den hatte Judith Venjakob als Vorgabe und hat dazu zahlreiche Bauzeichnungen und Pläne des Neubaus bekommen, um daraus das Logo zu entwickeln. »Ich habe nach der Charakteristik des Gebäudes gesucht«, schildert sie ihr Vorgehen. Umrisse und Silhouetten des Neubaus seien nach mehreren Versuchen nicht infrage gekommen. Die Grafik-Designerin konzentrierte sich deshalb auf die auffälligen Merkmal: Die Vertiefungen in der Fassade und die Sichtachsen, exemplarisch vom Haupteingang gesehen.

»Das muss groß ebenso funktionieren wie in kleiner Ausführung«, erzählt David Riedel auch von den späteren Einsatzmöglichkeiten. Das kleine Logo und die quer über ein Element laufende Diagonale in abgesetzter Farbgebung sind auf einer Visitenkarte ebenso anwendbar wie auf einer großen Plakatwand. Die Diagonale wirke dabei wie ein schräg hochgehobener Vorhang. Für die erste Ausstellung nach der Eröffnung – der Termin wird wohl in den nächsten Tagen bekannt gegeben – wird das Selbstportrait Böckstiegels unter diesem »Vorhang« zu sehen sein.

Mehr Führungen durch das Künstlerhaus

Die Zeiten, in denen mit dem Begriff »Böckstiegel-Haus« und der Unterschrift des Künstlers geworben wurde, sind vorbei. Das denkmalgeschützte rote Wohnhaus werde aber im Museumsalltag keine untergeordnete Rolle spielen, wie David Riedel und Lilian Wohnhas (Öffentlichkeitsarbeit) ankündigten. »Es bleibt das Herzstück der Anlage«. Die Zahl der Führungen wird sogar noch erhöht. Spontan können Besucher des Museums allerdings nichts ins Künstlerhaus kommen.

Im Haus und im Außenbereich ist jetzt Feinschliff angesagt. Vor allem die Garten- und Landschafts sind im Einsatz, um Wege anzulegen und Flächen zu pflastern.

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