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Kommentar zum Christkindlmarkt in Werther

Charme-Offensive starten

Früher war mehr Lametta? Ja, und nicht erst seit diesem Jahr fehlt vielen der Lokalkolorit des Christkindlmarktes. Am Wochenende wurde das durch große Lücken jedoch besonders deutlich. Aber es geht nicht darum, dem Christkindlmarkt alter Tage hinterher zu trauern, sondern ihm mit Blick nach vorn zu neuem Glanz zu verhelfen.

Margit Brand

Die Schulen – hier der liebevoll gestaltete Stand des Fördervereins der PAB-Gesamtschule - gehören zu den treuen Stützen des Christkindlmarktes. Foto: Margit Brand

Es ist zutiefst zu respektieren, dass die Kleintierzüchter oder die Trecker-Veteranen mit zunehmendem Alter der Akteure den enormen Aufwand scheuen, den sie über Jahrzehnte betrieben haben und damit treu für echte Publikumsmagneten gesorgt haben. Ebenso verständlich ist, dass andere Vereine Mühe haben, einen Stand drei Tage lang ehrenamtlich  zu bespielen, wenn am Ende  nicht einmal finanziell so richtig etwas dabei herum kommt.

Die Rückkehr der Bühne mit einem kostspieligen Programm wird die Sache nicht voran bringen. Die Veranstaltung darf ruhig kleiner, aber dafür feiner werden. Werthers  Christkindlmarkt braucht eine Charme-Offensive. Vielleicht ist der Punkt erreicht, dass sich Menschen zusammenfinden, die der Veranstaltung neues Leben einhauchen wollen.

Man kann sich anderswo ja Gutes abschauen: Beim Bierfest arbeiten alle Vereine "in einen Pott"  und werden hinterher gleichmäßig bedacht. Das EGW lässt jedes Jahr den Jahrgang 6 die Losbude betreiben - das schafft Kontinuität, ohne dass es für Einzelne eine Dauerverpflichtung ist. Vielleicht könnten die Kindergärten sich abwechseln? Dann wären Eltern auch nur einmal pro Kita-Zeit dran. Werther hat es verdient, dass neue Konzepte gesucht und umgesetzt werden. Denn das Image strahlt nicht nur zur Weihnachtszeit.

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