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Veranstaltungsreihe in Werther und Halle stellt Mutmacherinnen in den Mittelpunkt

Dralle Damen und starke Frauen

Werther/Halle (WB). »Mut tut gut« – wer will da widersprechen? Als Aufmunterung fürs Selbstbewusstsein (nicht nur) von Frauen haben die Gleichstellungsbeauftragten der Städte Werther und Halle, Nora Breuer und Eva Sperner, für diesen Herbst eine ganze Reihe von Veranstaltungen geplant. Starke Frauen stehen als Mutmacherinnen im Mittelpunkt.

Margit Brand

Starke Frauen machen anderen Mut – dieser Grundgedanke steht hinter dem Programm für die neue Herbstveranstaltungsreihe, die die beiden Gleichstellungsbeauftragten Nora Breuer (Werther, links) und Eva Sperner (Halle) jetzt vorgestellt haben. Foto: Margit Brand

»Wir wollen verschiedene Facetten weiblicher Stärke würdigen«, erläutern die beiden Organisatorinnen, wohl wissend, dass Frauen im Alltag an vielen Stellen Stärke beweisen. Exemplarisch haben Nora Breuer und Eva Sperner einige bekannte Persönlichkeiten herausgegriffen, deren Vorbild Mut machen kann für das eigene Leben.

Niki de Saint Phalle

So gibt die Künstlerin Niki de Saint Phalle der Veranstaltungsreihe einen Rahmen. Denn den Auftakt bildet ein Tagesausflug am Samstag, 28. September, nach Hannover unter anderem mit Besuch des Sprengel-Museums mit allein 300 Exponaten der französischen Künstlerin, der Besichtigung ihrer »Nanas« am Leine-Ufer und der von ihr gestalteten Grotte in den Herrenhäuser Gärten. Den Schlussakzent setzt ein »Nanas«-Workshop, bei dem Frauen unter Anleitung von Dorothea Wenzel aus Werther nach dem Vorbild von Niki de Saint Phalle aus Pappmaché eigene »dralle Damen« gestalten können. Anmeldungen für die beiden kreativen Samstage (23. November, 7. Dezember, 10 bis 17 Uhr im Bahnhof Halle) laufen über die Volkshochschule Ravensberg.

Leben mit dem Tumor

»Ich habe beschlossen, dass es mir nur noch gut geht.« Es ist die bekannte Publizistin und Journalistin Maria von Welser, bekannt auch als erste Moderatorin der TV-Sendung »ML – Mona Lisa«, die diesen Satz allen zuruft, die mit einer schlimmen Diagnose zurecht kommen müssen. Bei ihr selbst wurde ein Gehirntumor festgestellt, der sie sieben Monate außer Gefecht setzte. Dann entschloss sie sich, in ihr normales Leben zurückzukehren: »Kann ich mich aus der Öffentlichkeit zurückziehen und nur noch auf meinen Tumor konzentrieren, wo ganz andere Krebsgeschwüre in unserem Land wuchern?«, fragt sie sich. Sie hat ein Buch über ihr Leben mit dem Tumor geschrieben, das sie Freitag, 25. Oktober, 19 Uhr im Haus Werther vorstellt.

Extra für Teenagerinnen

Selbstverteidigungskurse bieten die Gleichstellungsbeauftragten regelmäßig an – für Mädchen von 14 bis 18 Jahre an bislang nicht. Dabei ist dies ein sensibles Alter, in dem die flügge werdenden Jugendlichen über vorsichtiges Zurückziehen und selbstbewusstes Auftreten verstärkt nachdenken (müssen). Also gibt es am Samstag, 9. November, 11 bis 16 Uhr ein entsprechendes Angebot.

Mutige Frauen – unerhört

Berühmten mutigen Frauen aus der Historie ist ein ebenso ungewöhnliches wie unterhaltsames Konzert gewidmet, das fünf Sängerinnen unter Leitung von Ulrike Meyer-Krahmer (Münster) am Sonntag, 10. November, um 17 Uhr im Haller Bürgerzentrum Remise geben. Das Leben von Clara Schumann, Paula Modersohn-Becker, Fanny Hansel, Caroline Herschwel und Emilie Flöge wird in kurzen Texten, Gesprächen, Briefen, Kompositionen und Bildern vorgestellt.

Filmabend

Von Diffamierung bis Folter mussten Frauen erleiden, die sich vor mehr als 100 Jahren dafür einsetzten, dass Frauen an die Wahlurne gehen dürfen. Diesen Kämpferinnen setzt der Film »Die Hälfte der Welt gehört uns!« von Annette Baumeister ein Denkmal. Er wird am Mittwoch, 13. November, um 19.30 Uhr in der Haller Remise gezeigt. Der Eintritt ist frei.

Nicht nur lieb sein

Den Satz »Du weißt ja gar nicht, wie gut du es hast« haben vermutlich schon viele, die in den 60-er und 70-er Jahren groß geworden sind, von ihren Eltern gehört. Maria Bachmann gehört dazu. Die Schauspielerin hat ein Buch mit dem Untertitel »Von einer, die ausbrach, das Leben zu lieben« geschrieben. Sie ermutigt am Dienstag, 26. November, 19.30 Uhr mit ihrer Lesung in der Stadtbücherei Halle, dass es in jedem Alter möglich ist, das Ruder zum persönlichen Aufbruch in die Hand zu nehmen, Träume wieder zu finden und wahr zu machen.

Informationen sind bei Nora Breuer (Telefon 05203/ 705-62) und Eva Sperner (Telefon 05201/ 183-181) erhältlich. Auch Karten sind unter anderem bei den Gleichstellungsbeauftragten erhältlich. Flyer zu der Veranstaltungsreihe liegen an den üblichen Stellen aus.

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