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Neuer Rundwanderweg um Werther wird am 8. Oktober offiziell eingeweiht

Durch Wald und Wiesen

Werther (WB/hosh). 31 Kilometer Wald- und Wiesen-Strecke – bei dieser Zahl horchen Läufer in OWL auf. Doch dass die Kilometeranzahl des neuen Rundwanderweges in und um Werther genauso groß ist wie beim Hermannslauf vom Detmolder Denkmal bis zur Bielefelder Sparrenburg, ist purer Zufall. Die Vielfalt des Weges, der auch durch Häger, Theenhausen und den Teuto führt, kann es mit der Volkslaufstrecke aber allemal aufnehmen.

Rund (um Werther) geht’s! Wenn die neue Strecke bald eingeweiht wird, freuen sich (von links) Hartmut Lüker mit Enkelin Lara, Cornelia Wulfmeier, Lutz Huxohl und Sandra Wursthorn, wenn möglichst viele die Wanderschuhe schnüren. Foto: Jens Horstmann

So führt die Rundstrecke an der Arminiusquelle vorbei, passiert Fischteiche und die Ravensberger Lichtlandschaften und erlaubt weite Blicke in die Landschaft rund um die Böckstiegelstadt. Die Idee zu dem neuen Weg ist den Initiatoren Lutz Huxohl und Hartmut Lüker schon im Februar 2014 gekommen. »Ursprünglich gab es ja mal den Eichenweg, der nach der Gebietsreform 1972 den Zusammenhalt des Kreises stärken sollte. Aber der ist ja seit 2016 nun offiziell gestrichen. Teile des Weges haben wir daher in den neuen Wanderweg eingebaut«, erklärt Lutz Huxohl.

Viel Vorarbeit nötig

Zusammen mit Hartmut Lüker wurden nach den ersten Überlegungen am PC die Routen rausgesucht. Zwar führt der Weg nun über viele Teilabschnitte anderer Wege, dennoch musste eine Handvoll Eigentümer ermittelt werden, über deren Grundstücke Teile des neuen Weges führen sollten. Während der Besuch der Eigentümer vor zwei Jahren durchweg positiv verlief, musste für die Bürokratie mehr Geduld aufgebracht werden, wie Lutz Huxohl feststellte: »Ich war überrascht, wie viele Behörden bei der Gestaltung einbezogen werden mussten. Zum Glück hatten wir ja Hartmut mit Boot.«

Der war jahrelang in der Verwaltung tätig und wusste daher ganz genau, wie vorzugehen war. »Nachdem wir die Strecke dann in drei Teilen abgewandert waren, wurde im November 2016 die Genehmigung ausgestellt. Im Wesentlichen konnten wir den Weg so lassen und mussten nur einige kleine Änderungen vornehmen.«

Auch ohne Karte

Auch Sandra Wursthorn von der Stadt Werther hat die beiden Wandersmänner tatkräftig bei der Wegeplanung unterstützt. Dabei wurde nichts dem Zufall überlassen. Fünf bis sechs Mal sei er die Strecke schon gewandert, ist sich Lutz Huxohl sicher. Und zur Kilometerermittlung ist er sie sogar mit dem Fahrrad abgefahren. Auch die rund 450 Wegweiser hat der passionierte Wanderer im Frühjahr und in Handarbeit entlang der gesamten Strecke angebracht. Auch Hartmut Lüker ist die Strecke schon zwei bis dreimal gewandert. »Eine offizielle Karte gibt es leider noch nicht«, bedauert Sandra Wursthorn. Aber Hartmut Lüker will die Streckenführung zeitnah auf der Internetseite www.teutonavigator.com einstellen. Dort sind allerlei Wanderwege abrufbar und Wanderer können sich Routen sogar ausdrucken.

Auftakt-Tour

Eröffnet und eingeweiht wird der Weg nun offiziell am Sonntag, 8. Oktober. Los geht es um 9 Uhr am ZOB in Werther an der Alten Bielefelder Straße. Von dort geht es an der Arminiusquelle vorbei etwa vier Kilometer hoch zur Gaststätte Bergfrieden. Dort wird dann gemeinsam am reichhaltigen Büffet gefrühstückt (11,50 Euro inkl. warmer Getränke), dass Cornelia Wulfmeier mit ihrem Team anbietet.

Nach der Stärkung geht es auf anderer Strecke (drei Kilometer) zurück nach Werther. »Wer bergauf etwas länger benötigt, der kann schon vorgehen und an der Quelle warten. Das erste Stück ist nämlich das Schwerste.« Am Bergfrieden könne man sich auch abholen lassen. Huxohl verspricht entspanntes Wandertempo.

Anmeldungen für die Wanderungen können bei der Stadt Werther unter 05203/705-20 oder sandra.wursthorn@gt-net.de und bei Lutz Huxohl unter 05203/7335 oder ll.huxohl.@web.de abgegeben werden.

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