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Kommentar zu Weco-Zwangsversteigerung in Werther

Eine Chance für die Stadt

Am besten wäre es zweifellos, in den Weco-Hallen würde noch produziert und Geld verdient wie früher. Die Realität sieht leider anders aus und verlangt nach einer Nachfolgelösung. Über die gehen die Vorstellungen von Eigentümer Gerhard Wehmeyer und der Stadt allerdings weit auseinander.

Klaus-Peter Schillig

Das Weco-Gelände in Werther. Foto:

Klar, das Gelände käme dem Expansionsdurst heimischer Supermarkt- und Discounterketten entgegen. Vielleicht würde sich auch mancher Wertheraner Verbraucher wünschen, durch noch mehr und noch längere Regalreihen shoppen gehen zu können. Den Geschäften beispielsweise entlang der Ravensberger Straße würde das aber wohl nicht gut bekommen. Große Einkaufszentren an der Peripherie tun dem Einzelhandel im Stadtkern selten gut.

Das just eröffnete Zwangsversteigerungsverfahren, so bitter es für den bisherigen Eigentümer des Geländes ist, eröffnet der Stadt vielleicht ganz neue Perspektiven. Könnte sie selbst in den Besitz der früheren Weco-Werke kommen, ließe sich ohne Investoren-Druck in Ruhe ein vernünftiges Konzept erarbeiten. Vielleicht gäbe es hier Platz für einen Supermarkt, dem es an anderer Stelle zu eng geworden ist. Viel spricht auch für Flächen für Kleingewerbe, wo sich Handwerksbetriebe, kleine Nischen-Produzenten und aufstrebende Start-ups niederlassen könnten.

Aber zunächst mal müssen sich Bürgermeisterin und Ratsfraktionen klar darüber werden, ob die Stadt mitbieten soll im Versteigerungsverfahren. Es wäre sicher eine gute Investition in die Zukunft.

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