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In den kommenden Wochen investiert Werther mehrere hunderttausend Euro in die Sanierung von Straßen und Kanälen

Frost adé: Stadt bringt Straßen in Schuss

Werther

Mit dem Ende der starken Frostperiode können auch die Straßenbaumaßnahmen in Werther fortgesetzt beziehungsweise begonnen werden. Für Sanierung und Ausbau nimmt die Stadt aktuell mehrere hunderttausend Euro in die Hand.

Volker Hagemann

Buckelpiste mit Schlaglöchern und Pfützen: So sieht ein Teil der Gartenstraße momentan aus. Sie soll komplett saniert werden. Foto: Volker Hagemann

Brücke Schloßstraße

Vollendet ist bereits ein Großteil der Sanierungsarbeiten an der historischen Gewölbe- und Bogenbrücke über den Schwarzbach am Haus Werther. Die gebrochene Brüstung, Betonabplatzungen, fehlende Steine und Durchrostungen hatten die Arbeiten erforderlich gemacht. „Im Frühjahr kann es hier weitergehen, dann kommen letzte Arbeiten am Gewölbe an die Reihe“, kündigt Bauamtsleiter Jens Kreiensiek an.

Noch ist die Schloßstraße halbseitig gesperrt, gerade erst wurde das neue Brückengeländer montiert. „Was jetzt ‚untenrum‘ noch saniert wird, bekommt man als Autofahrer auf den ersten Blick kaum noch mit“, so Kreiensiek. Das schadhafte Gewölbe aus Mauerwerk wird durch eine Stahlbetonplatte ersetzt, das Bauwerk insgesamt neu abgedichtet. Kosten der Sanierung: etwa 130.000 Euro.

Voßheide

Seit gut zwei Monaten fließt der Verkehr auf der Theenhausener Straße wieder, die Sanierung der Ortsdurchfahrt Theenhausen ist fertiggestellt. Die Bauarbeiter müssen demnächst allerdings an der Voßheide noch einmal „ran“. Weil diese monatelang als nicht immer legale Umleitungsstrecke herhalten musste und entsprechend beschädigt worden war, wurde die Fahrbahndecke zum Jahresende 2020 saniert. „Sobald die Witterung es zulässt, folgt hier noch die Instandsetzung der Bankett-Bereiche“, sagt Jens Kreiensiek.

Gartenstraße

Im Innenstadtbereich rücken in der kommenden Woche die Bagger an, dann soll der Ausbau der Gartenstraße beginnen. Die Straße zwischen Ravensberger und Engerstraße sowie der mit Schlaglöchern und Pfützen gespickte Abschnitt bis zur Bahnhofstraße werden komplett saniert – Kosten inklusive neuer Straßenbeleuchtung: rund 470.000 Euro. In diesem Zuge wird hier auch der Abwasserkanal erneuert (zusätzlich 250.000 Euro Kosten), ebenso für 95.000 Euro die Wasserleitung. „Wenn das Wetter mitspielt, soll diese Komplettsanierung bis voraussichtlich Mitte/Ende September vollendet sein“, plant der Bauamtsleiter. Wegen der geringen Straßenbreite sei allerdings eine längere Vollsperrung unumgänglich.

Am Bach

Eine weitere Straßenunterhaltungsmaßnahme betrifft die Straße Am Bach. „Dort steht aber nur eine vergleichsweise kleine Sanierung an“, erklärt Jens Kreiensiek: „Die Trinkwasserleitung wird erneuert, der Kanal dagegen ist hier in gutem Zustand.“ Wegen des Pollers im Straßenverlauf dürften sich diese Arbeiten weniger auf Autofahrer als vielmehr auf Fußgänger und Radfahrer auswirken, vor allem, wenn außer den Kindergärten auch die Schulen wieder öffnen.

Baubeginn ist am kommenden Dienstag, bis Ende April/Anfang Mai etwa sollen diese Sanierungsarbeiten beendet sein, die circa 150.000 Euro kosten werden.

Mögliche Frostschäden

Noch nicht beantworten lässt sich derzeit die Frage: Wie kommen Werthers Straßen und Wege über den Winter – sprich: durch die Frostperiode? „Einen ersten Überblick erhoffen wir uns dann, wenn der letzte Schnee geschmolzen ist“, sagt Jens Kreiensiek. Dann werde man sehen: Wo hat nach den vielen Niederschlägen von Anfang Februar das Wasser möglicherweise zu Frostschäden geführt? „Das müssen wir jetzt weiter beobachten“, so der Bauamtsleiter.

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