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Fast 120 Teilnehmer beim Bürgerforum »Älter in Werther» – Auswertung am 7. März

»Gemurmel« über das Miteinander

Werther (WB). Wenn das nicht eine riesige Resonanz war! 2400 Wertheraner sind älter als 65 Jahre – junge Senioren, ältere und ganz sicher auch einige sehr alte. Fast 120 von ihnen wollen in Gemeinschaft älter werden. Sie sind der ersten Einladung des Netzwerks »Älter in Werther« in den Saal des Hauses Werther gefolgt: vielleicht der erste Schritt in einen gemeinsamen Lebensabschnitt.

Klaudia Genuit-Thiessen

Fahrdienst, PC-Unterstützung, Tanztreff: Bettina Hartung-Klages und Torsten Fischer haben die Wünsche gesammelt . Foto: Klaudia Genuit-Thiessen

Unter der Schirmherrschaft der Stadt hatte das Netzwerk in Gestalt von Moderatorin Bettina Hartung-Klages und Torsten Fischer, Fachberater für offene Ehrenamts- und Seniorenberatung beim Kreis Gütersloh, und ihren Mitstreitern zum Bürgerforum eingeladen. Was haben Werthers Senioren für Wünsche in puncto sozialer Kontakte und Aktivitäten? Welche soziale Unterstützung benötigen sie, um gut mit anderen alt werden zu können? Darum sollte es in diesem ersten Bürgerforum gehen. Nicht etwa um die soziale Infrastruktur, also beispielsweise Pflegedienste.

In kleinen Gruppen von zwei bis vier Personen waren die Teilnehmer phasenweise zum »Murmeln« eingeladen – etwas, das den Wertheranern offensichtlich gut liegt. Die »Murmelgruppen« befassten sich im wesentlichen mit drei Fragen: Angenommen, Sie leben in einer anderen Stadt, was muss vorhanden sein, damit Sie dort gut leben können?

Gesammelte Wunschprojekte

Was sollte Ihrer Meinung nach davon in Werther vorhanden sein? Was für eine konkrete Idee der Umsetzung ist entstanden und was könnten Sie dazu beitragen?

Mit Klemmbrett, Stift und Papier sind auf diese Weise eine Reihe von Wunschprojekten aufgelistet worden: Singtreff, Ausflug und Wandergruppe wurden ebenso genannt wie ein offener Stammtisch, ein Kaffee-Treff, Musik machen, Theater-, Kultur- und Kinoveranstaltungen. Genannt wurden auch interkulturelle Treffen, Nachbarschaftshilfe organisieren, Fotoclub und sogar ein Food-Sharing-Projekt, um Lebensmittel nicht wegzuwerfen. Wertheraner über 65 wünschen sich Unterstützung bei PC- und Smartphonefragen und Treffpunkte in den Außenbezirken. Ein ehrenamtlicher Fahrdienst wurde ebenso angesprochen wie eine Ehrenamtsbörse generell, Kegel- und Tanztreffs sowie Veranstaltungen für Jung und Alt.

Dabei sollte es nicht bleiben: »Wir gehen auch in die Aktivität«, strukturierte Bettina Hartung-Klages den Nachmittag. Denn der Einsatz »soll sich gelohnt haben«. Die Teilnehmer sollten deshalb schon einmal angeben, wo sie mitmachen wollen und wo sie selbst vielleicht Kenntnisse, Erfahrungen und Möglichkeiten weitergeben können. Bettina Hartung-Klages versprach, dass alle Themen bearbeitet werden, bat allerdings um ein wenig Geduld. Denn die zehn bis 14 ehrenamtlichen Netzwerk-Mitglieder, die sich einmal monatlich treffen, sind größtenteils noch voll berufstätig.

»Bei einigen Wünschen lässt sich bestimmt an Bestehendes anknüpfen«, zog auch Torsten Fischer erste Bilanz. Am Donnerstag, 7. März, beginnt das Sammeln, Sichten und Sortieren der Ideen und Vorschläge. Was jetzt noch nicht ins Konzept passt, soll jedenfalls nicht verloren gehen.

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