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Tag des offenen Denkmals: Führung zu markanten Gebäuden in Werther

Häuser mit Geschichte

Werther (WB). Am Tag des offenen Denkmals am 10. September sind die Baudenkmäler in Werther weitgehend geschlossen. Denn die Stadt bietet diesmal keine Besuche in Einzelobjekten an. Unter Leitung von Wolfgang Hageresch, historisch bewanderter Architekt, gibt es eine Führung zu den markanten Gebäuden in der Innenstadt.

Klaus-Peter Schillig

Christian Kreider (von links) und Sarah Huxohl aus dem Fachbereich Planen und Bauen laden gemeinsam mit Stadtführer Wolfgang Hageresch zur Führung am Tag des offenen Denkmals ein. Da wird natürlich auch am Venghauss’schen Haus ein Stopp eingelegt. Foto: Klaus-Peter Schillig

Wer hat eigentlich in dem Haus an der Ravensberger Straße gelebt, lange bevor das Lebensmittelgeschäft Töppich hier seinen Sitz hatte? Wolfgang Hageresch weiß zu berichten, dass hier, neben dem Modehaus Sudfeld, früher die Vögte und Renteimeister residierten, die das Haus Werther bewirtschaftet haben.

Kirchturm stammt von 1200

Um 14.30 Uhr beginnt Hageresch, der auch Stadtführer ist, seinen Rundgang an Werthers ältestem und höchstem Gebäude. Das ist der Kirchturm der evangelischen Kirche aus dem Jahr 1200. Etwa aus der gleichen Zeit datiert der Hapkenhof am Kreisverkehr in Theenhausen. Aber der liegt außerhalb des Spazierganges. Immerhin zehn Objekte in der Innenstadt werden die Teilnehmer ansteuern.

Hageresch wird die baulichen Unterschiede erklären zwischen den herrschaftlichen Bauten der Kaufleute und einfachen Kötterhäusern und weiß natürlich auch über die Geschichte zu berichten. Aus der des Venghauss’schen Hauses beispielsweise, das 1699 gebaut worden ist, oder des benachbarten Wallbaum’schen Hauses aus dem Jahr 1621. Stationen auf dem Weg von der Kirche bis zum Haus Werther (um 1300 erstmals erwähnt) sind außerdem Stopps eingeplant am Haus Husemann in der Rosenstraße, bei Kastanien-Bartling an der Bahnhofstraße oder am Haus Bredemeyer an der Ecke Ravensberger- und Schlossstraße. Das jüngste der Denkmäler ist übrigens die Post. »Diese Art Bau gibt es etwa 500 mal in Deutschland«, sagt Wolfgang Hageresch. In Werther ist die Post 1904 gebaut worden – im ähnlichen Stil wie fast zeitgleich auch die in Halle.

Stärkung am Haus Werther

Am weitesten entfernt von der Kirche ist das Haus Werther, wo die Stadt zu einer kleinen Verschnaufpause bei Kaffee und Kuchen einlädt. Danach geht es durch den Grüngürtel wieder zurück zum Ausgangspunkt. Aber auch hier wird der Stadtführer noch einiges zu erzählen haben, denn das ist praktisch der Pfad der ehemaligen Mühlen. Allein vier gehörten damals entlang des Schwarzbaches zum Haus Werther, eine fünfte hatte sich schon in vergangenen Jahrhunderten der Hof Venghaus ebenfalls am Schwarzbach erstritten.

Wegen der Vorbereitung erbittet das Rathaus bis kommenden Mittwoch, 6. September, um Anmeldungen unter 05203/70563 oder -64 bei Sarah Huxohl oder Christian Kreider im Fachbereich Planen und Bauen. Man könne aber auch spontan teilnehmen, betont Sarah Huxohl.

Aktionen am Böckstiegel-Haus

Ein Denkmal ist am Tag des offenen Denkmals auf jeden Fall geöffnet: Das »Gesamtkunstwerk« Böckstiegel-Haus, seit 2009 ebenfalls unter Schutz gestellt, bietet um 15 Uhr eine öffentliche Führung an. Zwischen 12 und 17 Uhr sind diverse Aktionen geplant. Die Kinder-Mitmachaktion zur Museumsbaustelle läuft während der ganzen Zeit, um 14.30 und 16.30 Uhr bietet David Riedel Kurzführungen um den Museumsneubau an.

Um 13 Uhr beginnt eine Wanderung über den Böckstiegelpfad mit Start am Friedhof und Ziel am Böckstiegel-Haus. Zur gleichen Zeit beginnt am Böckstiegel-Haus eine Expertenführung mit der Restauratorin Gisela Tilly über »Böckstiegels Balken«.

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