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Fast 100 Teilnehmer treffen sich online: Werthers Feuerwehr blickt auf arbeitsreiches Jahr zurück und freut sich über stetigen Zuwachs

Jetzt sind es schon 112 Mitglieder

Werther

Großeinsätze, die in Erinnerung bleiben dürften, und eine steigende Mitgliederzahl: Auch diese wichtigen Aspekte aus dem Jahr 2020 kamen jetzt bei der Dienstbesprechung der Freiwilligen Feuerwehr Werther zur Sprache.

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Das ist nun fast ein Jahr her: Im Januar 2020 bekämpften etwa 80 Feuerwehrleute mehrere Stunden lang den Großbrand bei Weco. Foto: Volker Hagemann

Weil man sich in Coronazeiten nicht persönlich in größerem Kreis treffen kann, wichen die Feuerwehrleute aufs Online-Treffen aus: Fast 100 Teilnehmer wählten sich ein. „Auch mehrere deutlich ältere Semester unserer Kameraden nutzten diese Möglichkeit, dabei zu sein“, freut sich Pressesprecher Jürgen Blomeier. Der Leiter der Feuerwehr, Dr. Dirk Hollmann, begrüßte in der Online-Runde außerdem Bürgermeister Veith Lemmen und Fachbereichsleiter Jürgen Pilgrim.

Im Rückblick aufs Einsatzgeschehen erinnerte Hollmann besonders noch einmal an den Großbrand bei Weco in der Nacht auf den 19. Januar 2020, bei dem neben allen drei Wertheraner Löschzügen auch die Drehleiter aus Halle, der Teleskopmast aus Steinhagen und die Messkomponente des ABC-Zuges des Kreises Gütersloh eingesetzt wurden. Noch in deutlicher Erinnerung ist außerdem der Waldbrand im Teuto am 25. April, bei dem an drei Brandstellen im Berg neben den Wertheraner Löschzügen auch die Freiwilligen Feuerwehren aus Halle und Bielefeld im Einsatz waren. „Bewährt hat sich hier besonders das Löschgruppenfahrzeug 20, das der Kreis Gütersloh beim Löschzug Häger stationiert hat“, sagt Jürgen Blomeier. Dr. Dirk Hollmann verdeutlichte den enormen Aufwand allein dieser beiden Großeinsätze: „Bei beiden Einsätzen dauerte allein die reine Abarbeitung fast zwölf Stunden, die vielen Stunden der Nachbearbeitung sind darin nicht enthalten.“

Erinnerung an schwere Verkehrsunfälle

Darüber hinaus ging Hollmann auf den knapp verhinderten Dachstuhlbrand in der Engerstraße im April und die fast zeitgleich stattfindenden schweren Verkehrsunfälle auf der Engerstraße und am Hapkenberg am Abend des 15. Juli ein; seinerzeit starb ein 18-jähriger Autofahrer.

Mit 124 Einsätzen (49 Brandeinsätze und 75 Einsätze zur weiteren Hilfeleistung) war es ein arbeitsreiches Jahr – noch mehr als 2019 (112 Einsätze) und 2018 (106 Einsätze). Umso glücklicher sind der Leiter der Feuerwehr und seine Kollegen über die gute Resonanz der Mitstreiter: 112 sind es insgesamt in den Löschzügen Werther, Häger und Langenheide (fünf mehr als im Vorjahr), weitere 22 gehören der Jugendfeuerwehr an. Im Rahmen der Online-Versammlung folgten Übernahmen aus der Jugendfeuerwehr und Neuaufnahmen sowie Beförderungen nach erfolgreichem Anwärterjahr (siehe Auflistung nebenstehend). „Schön, dass sich die neuen Kameradinnen und Kameraden wenigstens online kurz vorstellen konnten“, findet Jürgen Blomeier.

An der Feuerwehr soll nicht gespart werden

Bürgermeister Veith Lemmen bedauerte, dass seine erste große Dienstbesprechung mit der Feuerwehr nicht wie üblich im Hotel-Restaurant „Bergfrieden“ stattfinden konnte; das werde hoffentlich bald Jahr wieder möglich. Lemmen zeigte sich beeindruckt von der Leistungsbereitschaft der Feuerwehrleute, gerade in dieser besonderen Zeit. Im Rückblick ging er auf die Einführung des Digitalfunks und die Bestellung des neuen Mannschaftstransportfahrzeuges für den Löschzug Häger ein. Er versicherte, dass in Rat und Verwaltung Konsens herrsche, dass trotz deutlicher Belastung des städtischen Haushaltes durch die Corona-Pandemie bei der Finanzierung der Feuerwehr nicht gespart werde. Auch der anstehende Neubau des Gerätehauses an der Blumenstraße sei nicht gefährdet. Besonders lobte der Bürgermeister, dass die Mitgliederzahl der Löschzüge trotz fehlenden Feuerwehrlebens außerhalb der Einsätze sogar deutlich gesteigert werden konnte. Nachwuchs für die Feuerwehr zu gewinnen, will er zur Chefsache machen.

Auch Dr. Dirk Hollmann erhofft sich eine baldige Rückkehr zum Normalbetrieb. Er stellte dar, dass die Einsatzbereitschaft trotz Corona zu keinem Zeitpunkt gefährdet war. Alle Kameradinnen und Kameraden seien stets sehr verantwortungsvoll mit den Pandemie-Regeln umgegangen. Hollmann dankte allen für ihr Engagement. Obwohl das Online-Format für die Ausbildung bleibt, erhofft er sich für die Dienstbesprechung 2022 die Rückkehr in den „Bergfrieden“.

Neuaufnahmen und Veränderungen

Löschzug Häger, Neuaufnahme: Sandro Kühn/Feuerwehrmannanwärter.

Löschzug Langenheide, Übernahme in Ehrenabteilung: Dirk Speckmann; Neuaufnahmen: Tim Heymann/Unterbrandmeister, Dennis Jacob tor Weihen/Feuerwehrmann, Marcel Herklotz/Feuerwehrmannanwärter.

Löschzug Werther, verstorben: Oliver Weisser; Entfall Zweitmitgliedschaft: Tim Cieplik; Neuaufnahmen: Torsten Blomeier/Oberfeuerwehrmann, Maike Peperkorn/Feuerwehrfrauanwärterin; Übernahmen aus Jugendfeuerwehr: Lukas Nottebrock/Feuerwehrmann, Paul Stahnke/Feuerwehrmann.

Jugendfeuerwehr, Austritte/Übernahmen: Paul Stahnke, Lukas Nottebrock, Fabian Bäumer, Eric Walhorn; Neuaufnahmen: Elias Struck, Emily Meinders.

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