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Feuchtigkeitsschäden in der katholischen Kirche in Werther beseitigt

Keine Flecken mehr im Altarraum

Werther (WB). Die Stockflecken unter der Decke des Chorraumes waren nicht mehr zu übersehen. „Es ließ sich genau erkennen, wo im breiten Streifen der Stahlträger verläuft“, sagt Thomas Rudolph, Verwaltungsleiter der Pastoralverbundes Stockkämpen. Inzwischen erstrahlt der Altarraum der katholischen St. Michaelskirche in Werther wieder in makellosem Weiß. Die Feuchtigkeitsschäden sind behoben, die Mosaike im Chorraum bei der Gelegenheit „aufpoliert“.

Margit Brand

Die Sanierungsarbeiten im Innern der St. Michaelskirche sind weitgehend abgeschlossen, doch noch steht das Baugerüst im Altarr aum. Verwaltungsleiter Thomas Rudolph: „Wir nutzen die Gelegenheit, um die Beleuchtung neu abzustimmen.“                    Foto: Margit Brand

Die Michelskirche steht inzwischen seit 62 Jahren an der Ravensberger Straße. Und es kam, wie es bei älteren Gebäuden gerne der Fall ist: Wenn man erst einmal anfängt, tauchen gleich auch neue und ungeplante Baustellen auf. „Bei genauerer Inspektion stellten wir fest, dass nicht nur der Stahlträger im Chorraum nicht ausreichend gedämmt war. Feuchtigkeit war auch hinter den Außenputz gelaufen, so dass der stellenweise entfernt und erneuert werden musste.“ Also galt es auch,das Kirchenschiff von außen einzurüsten.

Orgel „eingetütet“

Damit nicht genug: Als die Orgel auf der Empore in Folie eingehüllt wurde, um das empfindliche Instrument vor Baustaub zu schützen, taten sich Stockflecken auch hinter der Orgel auf. „Zum Glück waren die nur oberflächlich und relativ einfach zu entfernen“, berichtet Rudolph erleichtert.

Seit Juli dauern die Arbeiten an; die Kirche ist seitdem für Besucher gesperrt. Die Sonntagsgottesdienste werden derweil draußen unter freiem Himmel gefeiert – gerade im Corona-Sommer eine gute Ausweichmöglichkeit.

Gottesdienste draußen

Noch ist nicht ganz klar, wann die erste Heilige Messe wieder vor den frisch gereinigten Fliesensteinchen des Christusmosaiks gefeiert werden kann. „Wir nutzen die Gelegenheit, wo jetzt ein Gerüst steht, um Veränderungen an der Beleuchtung vorzunehmen“, erläutert Thomas Rudolph. Auch der Blitzschutz ist bei der Gelegenheit auf den neuesten Stand der Technik gebracht worden.

Gut 70.000 Euro verschlingt die Sanierung – rund die Hälfte fließt als Zuschuss vom Erzbistum. „Natürlich hätten wir uns auch weitere Arbeiten vorstellen können”, sagt der Verwaltungsleiter mit Blick auf den Kirchturm, der – zumal im Vergleich mit dem frisch gestrichenen Kirchenschiff dahinter – etwas Patina angesetzt hat. „Nur ist es mit einem Eimer Farbe ja leider nicht getan.“ Kostendisziplin ist gefragt.

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