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Wiederholt Streit um die Zukunft des Busbahnhofes in Werther

Klare Kante am ZOB

Werther (WB/SKü). Nach der stundenlangen Debatte vergangene Woche im Klimaschutz-Ausschuss hat am Dienstag auch der Haupt- und Finanzausschuss die künftige Gestaltung des Zentralen Busbahnhofes (ZOB) in seinen Details teils leidenschaftlich diskutiert.

So könnte der Busbahnhof in Werther künftig aussehen. Foto:

Am Donnerstag, 21. September, muss der Stadtrat entscheiden, ob fristgerecht bis zum 6. Oktober eine Mitteilung an das Land erfolgen soll, dass der neue Busbahnhof auf jeden Fall 2018 gebaut wird. Denn nur für das kommende Jahr hat die Stadt Werther bislang eine bestätigte Förderzusage über bis zu 1,24 Millionen Euro, erläutert Fachbereichsleiter Guido Neugebauer auf Nachfrage dieser Zeitung. Ob in den Folgejahren noch solch hohe Fördermittel zur Verfügung stünden, hinge davon ab, wieviel ÖPNV-Mittel sonst von den Kommunen im Land abgerufen werden, erklärt Neugebauer.

Die Gesamtkosten dürften sich seiner Einschätzung nach sehr grob gerechnet auf 1,7 Millionen Euro belaufen, weil eben wichtige Details, wie zum Beispiel die Gestaltung des großen Daches, noch nicht klar sind.

Im Haupt- und Finanzausschuss legte Planer Dr. Klaus Bockermann noch einmal dar, warum die Haltestellen für fünf Gelenk- und drei normale Busse nun nicht mehr in Zacken rund um eine große Zentralfläche liegen, sondern künftig gerade eingeparkt werden soll. Nur so könne die maximale Flexibilität beim An- und Abfahren gewährleistet werden. Da Planung ein dynamischer Prozess sei, müssten neue Erkenntnisse mit eingearbeitet werden.

Scharfe Kritik von der UWG

Eine scharfe Gegenrede kam von Uwe Gehring (UWG), der dem Planer vorwarf, sich gegenüber seinen ersten Entwürfen zu widersprechen. Der UWG ist die Größe der Mittelinsel ein Dorn im Auge, diese müsse unbedingt schmaler werden. Nur so könne verhindert werden, dass die Busse beim Rangieren auch die Alte Bielefelder Straße nutzen müssen.

Die Verschmälerung der Mittelinsel wurde auch von anderen Ausschussmitgliedern angeregt, doch Bockermann sah Probleme bei geplanten Fußgängerüberwegen. Gleichwohl wurde in dem einstimmig gefassten Beschluss ein Prüfauftrag zur Verschmälerung erteilt. Weiterhin wurde eine gerade Kante des Bussteiges an der Alten Bielefelder Straße beschlossen. Für die Dachanlage soll eine offene Form auf Säulen Grundlage der Planung sein.

FDP: Tickets nach Bielefeld zu teuer

Der ZOB wird für die nächsten Jahrzehnte mit mehr und größeren Bushaltestellen als bisher geplant, weil man von einer Zunahme des ÖPNV in der Zukunft ausgeht. Andreas Honsel (FDP) ist da skeptisch. »Solange die Tickets weiter so teuer sind, dass man für eine einfache Fahrt nach Bielefeld 4,80 Euro zahlen muss, wird es keine Zunahme beim ÖPNV geben«, sagte er.

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