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Wie „Spielwarenwelt“-Inhaberin Agnes Nollmann in Werther den strikten Maßnahmen begegnet

Lego im Lockdown

Werther

Die Tür der „Spielwarenwelt“ Werther an der Ravensberger Straße ist verschlossen. Und dennoch ist das Innere des Ladens hell erleuchtet. Agnes Nollmann hängt am Telefon.

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„Spielwarenwelt“-Inhaberin Agnes Nollmann ist weiterhin für ihre Kunden da und hofft, dass die Wertheraner und ihre Gäste weiterhin den Einzelhandel vor Ort unterstützen. Foto: Malte Krammenschneider

„Ich profitiere gerade von der Erfahrung des ersten Lockdowns“, berichtet die Geschäftsfrau, die mit viel Kreativität dafür sorgt, dass ihre Kunden sie weiterhin über verschiedenste Kanäle erreichen können.

Wie die Einzelhändlerin erklärt, sei ihr Geschäft bei Facebook aktiv, die Kunden können auf der Homepage (www.spielwarenwelt-werther.de) stöbern und Agnes Nollmann auch per Telefon erreichen. „Die Kunden rufen an, informieren sich und können die Ware dann kontaktlos vor dem Geschäft abholen“, so Nollmann, die sich bei der IHK und dem Ordnungsamt genau erkundigt habe, was in der aktuellen Lage erlaubt sei.

Das sind gute Nachrichten für das einzige Spielzeuggeschäft im Ort, denn dass der Bedarf an Spielsachen gerade in der Weihnachtszeit sehr hoch ist, konnte Nollmann bis zum 16. Dezember beobachten. „Davor war es eine schöne Zeit, in der man merkte, dass man als Einzelhändler trotz des Internets noch gebraucht wird“, sagt die Einzelhändlerin, die jede Menge Spiele, Puzzles und Bücher an die Wertheraner Bürger verkaufen konnte. Seit dem neuerlichen Lockdown sehe die Kundenfrequenz natürlich ganz anders aus.

Ein weiterer Grund, der sie dazu bewog, nun Produkte sogar bis nach Hause zu liefern. „Man muss sich ja etwas einfallen lassen. Wir wollen unsere Kunden im nächsten Jahr ja immer noch hier begrüßen können und müssen daher neue Wege gehen“, erklärt Agnes Nollmann, bevor erneut das Telefon klingelt. Eine Dame ist am Apparat, die sich zwei Spielesammlungen bestellt, um diese wenig später abzuholen. Ganz so, wie es sich Nollmann vorgestellt hat, die darüber hinaus alle paar Tage ihre Schaufenster umdekoriert, um den Passanten eine Freude zu bereiten. „Ich will damit ja auch zeigen: Ich bin noch da“, betont die Einzelhändlerin.

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