1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Werther
  6. >
  7. Maschinen „made in Werther“

  8. >

40 Jahre Weber: Erfolgreiches Familienunternehmen feiert Geburtstag – seit 2019 wird auch in der Rodderheide produziert

Maschinen „made in Werther“

Werther

Seit fast zwei Jahren gehört die Firma Weber Maschinenbau zu den großen Unternehmen, die im noch jungen Wertheraner Gewerbegebiet Rodderheide ansässig sind. Das Familienunternehmen Weber besteht aber schon viel länger: Es wird in diesem Jahr 40 Jahre alt. Und in diesen vier Jahrzehnten ist viel passiert.

Rückblick: 2019 feierte Weber Maschinenbau die Einweihung seiner neuen Produktionsstätte an der Rodderheide in Werther mit einem Tag der offenen Tür.Heute leitet Tobias Weber (links) das Unternehmen, Sohn von Firmengründer Günther Weber (rechts). Foto: Malte KrammenschneiderWeber Maschinenbau

Von einem anfangs noch kleinen mittelhessischen Betrieb hat sich das Unternehmen mittlerweile hin zu einem global agierenden Weltmarktführer auf dem Gebiet des gewichtsgenauen Schneidens und Verpackens in der Lebensmittelindustrie entwickelt. Das Unternehmen entwickelt und produziert Systeme für die Verarbeitung von Lebensmitteln, im Speziellen von Wurst- und Käseaufschnitt.

Im Jahr 1981 startete Firmengründer Günther Weber seinen Betrieb – mit zunächst nur zwei Mitarbeitern. Die Weber Fleischereitechnik GmbH fokussierte sich in der ersten Zeit auf die Herstellung von Entschwartungs- und Entvliesmaschinen, den so genannten Skinnern, sowie auf die Aufarbeitung gebrauchter Maschinen. Der Grundstein für die einzigartige Erfolgsgeschichte des Unternehmens wurde jedoch im Jahr 1986 mit Entwicklung des ersten Slicers, einer Schneidemaschine für Aufschnittwaren, gelegt. Dieser brachte Weber einen immensen Erfolg.

Familienbetrieb in zweiter Generation

Über die Jahrzehnte wurde das Produktportfolio stetig weiterentwickelt, so dass Kunden heute komplette Linienlösungen aus einer Hand erhalten. Doch so manches habe sich auch in 40 Jahren Firmengeschichte nicht verändert, betont das Unternehmen, nennt etwa Werte wie Partnerschaft, Empathie und Hightechliebe. Und: Nach wie vor ist die Firma Weber in Familienbesitz und familiengeführt – aktuell in zweiter Generation durch Tobias Weber, den ältesten Sohn von Günther Weber.

Die gesamte Produktpalette an High-Tech-Maschinen wird seit Unternehmensgründung ausschließlich an fünf Produktionsstandorten in Deutschland hergestellt. Ein Großteil der inzwischen rund 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist daher an diesen fünf Standorten in Breidenbach, Neubrandenburg, Groß Nemerow, Werther und Wolfertschwenden tätig. Der Gründungsort Breidenbach in Mittelhessen bleibt mit zahlreichen Erweiterungen bis heute die Unternehmenszentrale und spiegelt damit die starke Verbundenheit zum Standort Deutschland wider.

Allein in Werther etwa 60 Arbeitsplätze

Im Jahr 2017 hatte Weber Maschinenbau das Wertheraner Unternehmen Schröder Maschinenbau übernommen. Schon im Folgejahr begannen die Bauarbeiten für den heutigen Firmenstandort im Gewerbegebiet Rodderheide. Im November 2019 wurde die Fertigstellung mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. „Hier in der Gegend haben alle großen Fleischbetriebe ihren Sitz. Für uns ist die Nähe zu den Kunden wichtig“, erklärte Tobias Weber schon seinerzeit. Die in den Wertheraner Standort investierten 8,5 Millionen Euro seien gut angelegt. Und es konnten bis heute allein hier etwa 60 Arbeitsplätze geschaffen werden. In der Rodderheide fertigt Weber Verpackungsmaschinen.

Rund um den Globus vertreten ist das Familienunternehmen dennoch. Heute ist Weber Maschinenbau an 22 Standorten weltweit ansässig, und ein Blick auf die Karriereseite verrät: Das Unternehmen wächst stetig weiter und ist kontinuierlich auf der Suche nach personeller Verstärkung.

Über die Weber-Gruppe

Vom gewichtsgenauen Schneiden bis zum präzisen Einlegen und Verpacken von Wurst, Fleisch und Käse: Weber Maschinenbau ist einer der führenden Systemanbieter für Aufschnittanwendungen sowie das Automatisieren und Verpacken von Frischeprodukten. 2011 wurde das Tochterunternehmen Textor Maschinenbau in Wolfertschwenden (Allgäu) gegründet.

Rund 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 22 Standorten in 18 Nationen sind heute bei Weber Maschinenbau beschäftigt. Bis heute ist das Unternehmen in Familienbesitz und wird von Tobias Weber, dem ältesten Sohn des Firmengründers Günther Weber, geleitet.

Gewerbegebiet Rodderheide soll wachsen – aber wann?

Insgesamt 14,13 Hektar Fläche umfasst das Gewerbegebiet Rodderheide in Werthers Nordosten. Das Teilgebiet I konnte die Stadt in kürzester Zeit vermarkten: Im Mai 2016 war erster Spatenstich, schon im Oktober 2019 wurde das vorerst letzte verfügbare Grundstück an einen Interessenten vergeben.

Geplant ist die weitere Erschließung von Gewerbeflächen im zweiten, fünf Hektar großen Teilbereich. Offen ist der Zeitpunkt: Nach wie vor verhandelt die Stadt Werther mit den vier Grundstückseigentümern, wie Hauptamtsleiter Guido Neugebauer bestätigt.

Startseite