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Stadt grenzt die Möglichkeiten auf Weco-Areal planerisch ein

Maximal ein Supermarkt

Werther (WB/SKü). Höchstens ein Supermarkt: Die Möglichkeiten für Einzelhandel auf dem Weco-Gelände sind durch einen Bebauungsplanentwurf neu abgegrenzt worden. Die Bürgermeisterin hat im Planungsausschuss eindringlich um Zustimmung gebeten, die sie letztlich auch erhielt. Denn die Politik muss sagen, was sie will, um keinen ungezügelten Einzelhandel zu riskieren.

Blick auf das Weco-Gelände an der Engerstraße, für das seit sechs Jahren immer neue Investorenwünsche vorgelegt wurden. Mit einem neuen Bebauungsplan will die Stadt insbesondere das Problem mit neuem Einzelhandel reglementieren. Foto:

Seit 2011 befassen sich Werthers Planungspolitiker mehr oder weniger regelmäßig mit immer neuen Entwürfen für neue Märkte auf dem Weco-Gewerbegelände. Im vergangenen Jahr brachte in Abstimmung mit Grundeigentümer Gerhard Wehmeier die Investorengruppe Schoofs eine Bauvoranfrage für sechs Lebensmittel- und Fachmärkte ein. Die Anfrage wurde von der Stadt im November 2016 um ein Jahr zurückgestellt, um Zeit für die Entwicklung eines Bebauungsplans zu gewinnen.

Eine Zurückstellung oder später auch eine Veränderungssperre sind übliche Mittel im Planungsrecht. Doch muss von einer Kommune auch immer ein Planungswille erkennbar sein. Ansonsten droht in einem Rechtsstreit die Gefahr, dass eine Aufsichtsbehörde oder auch ein Gericht eine Investorenplanung dann ohne regulierenden Bebauungsplan genehmigt und sich ein Vorhaben dann nur in eine Umgebung »einfügen« müsste, was weite Interpretationsspielräume ließe.

Zwei mögliche Bereiche für Einzelhandel

Die Stadt hingegen will mit ihrem Bebauungsplan dem Grundeigentümer und dem Investor einen klaren Rahmen setzen. Nach einer Überarbeitung des Planentwurfes im März sind für den Einzelhandel jetzt zwei mögliche Bereiche definiert worden. In dem größeren Teilabschnitt von knapp 12.000 Quadratmetern Grundstücksfläche (GE1, siehe Skizze) können Investoren zwar Märkte platzieren (bis zu einer Maximalgröße von jeweils 799 Quadratmeter Verkaufsfläche). Doch ist festgelegt, dass Nahversorgungs- und zentrenrelevante Randsortimente nur in deutlich untergeordnetem Umfang (maximal zehn Prozent der Verkaufsfläche) zulässig sind.

Nur auf der GE-2-Fläche mit rund 7000 Quadratmetern ist Einzelhandel auch mit nahversorgungsrelevanten Sortimenten zulässig. Diese Fläche reicht so etwa für einen Vollsortimenter oder Discounter mit maximal 799 Quadratmetern Verkaufsfläche. Auf den übrigen GE-Flächen ist Einzelhandel planerisch ausgeschlossen. Dies gilt auch für die Flächen, auf denen Einzelhandel heute noch stattfindet.

Der Weco-Bebauungsplan geht jetzt in die frühzeitige Bürgerbeteiligung, bei dem dann auch Einzelhandelsverband und IHK zu Stellungnahmen aufgerufen sind.

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