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Werthers Busbahnhof soll moderne Verkehrsdrehscheibe werden

Mobil für den neuen ZOB

Werther (WB/hn). Die Stein- und Asphaltwüste »ZOB« soll sich zu einer Verkehrsdrehscheibe mit modernem Anstrich mausern. Dank der Bürgerbeteiligung im Workshop verwandeln sich Wünsche nun in konkrete Planungsvorlagen.

Zweckmäßig, aber ohne Aufenthaltsqualität: Der unansehnliche ZOB in Werther wird deutlich aufgewertet. Foto: Burkhard Hoeltzenbein

Eine zentrale Dachanlage, mit der die Haltestellen der am meisten frequentierten Buslinien Wetterschutz an den Haltepunkten 1 und 8 bieten sollen, und ein Mehrzweckgebäude gehören zu den Vorschlägen aus der Bevölkerung. In diesem wollen ein geschlossener Fahrradraum samt Ladestation für E-Bikes, ein Info-Punkt und ein behindertengerechter Toilettenraum eingerichtet werden.

Stellplätze für Fahrräder, »Park & Ride« und Car-Sharing

Weitere Stellplätze für Fahrräder, für »Park & Ride« und auch ein weiterer Platz für das Car-Sharing verlängern die Ausstattungsliste. Ebenso ein dynamisches Fahrgastinformationssystem, das den Busnutzern die Wartezeiten bis zur Ankunft des nächsten Linienbusses anzeigt sowie ein Hilfssystem für blinde und sehbehinderte Menschen, das Informationen hörbar macht.

Das Zauberwort heißt »Aufenthaltsqualität«. Wie die erreicht werden kann, zeigte das Planungsbüro Bockermann Fritze (Enger), das das gesamte Areal überplanen würde. Futuristische Dachkonstruktionen, Hochbeete und moderne Gehwegplatten lassen erahnen, dass aus dem reinen Zweckgelände zum Ein- und Aussteigen ein attraktiver Türöffner für die Stadt werden könnte.

Eingangstor in die Innenstadt

Von einem »Eingangstor in die Innenstadt« ist dann auch am Mittwoch im Ausschuss für Klimaschutz, Stadtentwicklung und Kultur die Rede. Die SPD spricht von einer »Mobilitätsstation« (siehe Kasten), die entsprechend aufgewertet werden soll. »Die Bürger wünschen sich einen attraktiven ZOB«, fasste Ausschussvorsitzender Thorsten Schmolke (Grüne) zusammen.

Ausgangspunkt aller Überlegungen war die Vorgabe, dass der ZOB bis zum 1. Januar 2022 komplett barrierefrei sein muss. Daraufhin klopften die Stadtplaner verschiedene Varianten ab. Der favorisierte Entwurf für die grundsätzliche Gestaltung des Platzes steht – wie berichtet – fest, die Ausstattung wurde in dem zweiten Bürger-Workshop im Februar konkretisiert und jetzt vom Ausschuss einstimmig abgenickt.

Eile ist für das mit 1 322 000 Millionen Euro veranschlagte Großprojekt geboten. »Wir haben den Zuschuss fristgerecht angemeldet«, erklärte Bürgermeisterin Marion Weike. Bis zu 90 Prozent der Kosten erhält Werther als maximale Förderung.

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