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Das erste von vier Dächern für Werthers ZOB ist mit einem Schwertransport eingetroffen

Neue Mobilstation nimmt Formen an

Werther (WB). »Wir wollen, dass unsere Fahrgäste bald wieder im Trockenen stehen«, sagt Stefan Meier vom Fachbereich 1 im November-Nieselregen auf der Baustelle am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) mitten in Werther. In der Nacht zwischen drei und vier Uhr hat ein Schwertransport aus Stemwede die erste Dachkonstruktion angeliefert.

Johannes Gerhards

Mit zwei Autokränen wird das mehr als 13 Tonnen schwere Stahldach auf die drei vorgesehenen Säulen gesetzt. Foto: Johannes Gerhards

Diese wird nun mit zwei Autokränen an die richtige Stelle gehoben, erklärt Johanna Bokermann-Fritz vom beauftragten Planungsbüro. Zeitgleich werden Straßenlaternen installiert und die Pflasterarbeiten fortgesetzt. Reges Treiben herrscht auf der Baustelle, verschiedene Firmen wollen ihren Beitrag dazu leisten, dass die Neugestaltung des Zentralen Omnibus-Bahnhofes, der zu einer modernen Mobilstation wird, möglichst bald abgeschlossen ist.

Vier Stunden von Stemwede bis nach Werther

Auch wenn sich einige nach dem zügigen Fortschritt der Tiefbauarbeiten eine etwas frühere Anlieferung der Dächer gewünscht haben, liegt die Firma Rohlfing voll im Zeitplan. Das bestätigt Stefan Meier im Gespräch mit Richard Rohlfing, der die Montagearbeiten überwacht. Fast vier Stunden lang habe der Schwertransport gebraucht, für Freitag ist die Ankunft des zweiten von insgesamt vier Dächern geplant.

Zwischen 13 und 14 Tonnen wiegt die 18 Meter lange Stahlkonstruktion, das längste Element misst sogar 32 Meter und wird erst vor Ort zusammen gebaut. An den drei Stützen laufen die letzten Vorbereitungen. Dann wird das Dach waagerecht angehoben und in bewundernswerter Präzisionsarbeit eingepasst. Ein Nivellierungsgerät mit Rundumlaser hilft bei der Orientierung. Im Anschluss an die spektakuläre Aktion sind noch Feinarbeiten mit dem Schweißbrenner an den tragenden Säulen erforderlich, um das Dach in seiner endgültigen Position zu stabilisieren.

Spätestens im Frühjahr 2020 soll der ZOB betriebsbereit sein

Die ursprüngliche Bauzeit der Umgestaltungen am ZOB, die neben Tiefbauarbeiten auch die Erneuerung der Straßenbeleuchtung, die Errichtung eines Technik- und WC-Gebäudes, den Bau eines Fahrradhauses und die großräumige Überdachung beinhaltet, war zwischen März und November. Optimisten gehen vom Abschluss der Hauptarbeiten bis zum Jahresende aus, spätestens im Frühjahr stehe der ZOB mit allen Einrichtungen zur Verfügung, sagt der Projektleiter im Rathaus, Stefan Meier.

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