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Das ganze EGW auf großer Fahrt: 700 Schüler und Lehrer im Sonderzug nach Dortmund

Pilger-Reise in den Fußball-Tempel

Werther (WB). Zu einem echten Hingucker ist der große Schulausflug des Ev. Gymnasiums Werther (EGW) geworden: Selbst die Scheiben des eigens für die Gruppe gemieteten Zugs zierte das Logo der Schule, bevor 700 Schüler und Lehrer mit einem 50 Meter langen Begrüßungsbanner am Deutschen Fußballmuseum in Dortmund in Empfang genommen wurden.

Sara Mattana

Wenn das keine Begrüßung ist: Ein großes Banner hieß die Gäste aus Werther willkommen. Andere Besucher hatten an diesem Tag im Fußballmuseum keinen Zugang. Foto: Sara Mattana

Denn statt wie in den Vorjahren ein großes Sportfest zu feiern, machte sich die gesamte Schule am Mittwoch auf den Weg in Richtung Museum – Busse wollten die Organisatoren Thorsten Becker und Sabine Dieckmann dafür allerdings nicht nutzen. Schließlich sollte die Fahrt vor allem dazu dienen, das Gemeinschaftsgefühl jahrgangsübergreifend zu stärken, weshalb sich die Gruppe für eine Anreise mit der Bahn entschied.

Zugfahrt als weiteres Highlight

»Gerade die Jüngeren waren von der Zugfahrt begeistert. Einige von ihnen sind vorher noch nie mit der Bahn gefahren und waren ganz überrascht, dass es in den Zügen auch Toiletten gibt«, sagt Schulleiterin Barbara Erdmeier. So hielt also bereits die Fahrt die ersten Überraschungen bereit, bevor die Fünft- bis Elftklässler in Dortmund dann erst richtig ins Staunen kamen: Sogar den echten Bus der Nationalmannschaft konnten sie sich anschauen, während jede Klasse mit ihrem eigenen Museums-Guide die Ausstellung erkundete.

»Oben ging es um die Nationalmannschaft, unten um den Vereinsfußball. Wer Fußball nur ein bisschen was abgewinnen kann, sollte sich das Museum auf jeden Fall anschauen«, sagt Zehntklässler Tony Siekerkotte. Ihm ist vor allem die nachgestellte Sky-Kommentatorenkabine im Gedächtnis geblieben, in der legendäre Tore lautstark bejubelt werden konnten.

Museum exklusiv für das EGW geöffnet

Neben dem Schuh von Mario Götze und einem Schiedsrichter-Quiz waren es aber vor allem die kurzen Anekdoten der Guides, die den von der Sparkasse finanziell unterstützten Ausflug unvergesslich machten. »Als Deutschland 2010 im Achtelfinale gegen England gespielt hat, hat eine Pastorin die Ergebnisse vom Küster live auf die Liedertafel in der Kirche übertragen lassen«, erinnert sich Schüler Tobias Potthoff, der selbst leidenschaftlicher Fußballer ist.

Damit aber auch die weniger fußballbegeisterten Schüler Spaß hatten, hielt das Museum außerdem Ausstellungen zu Themen wie Fußball im Nationalsozialismus, Sport als Religionsersatz oder Frauenfußball bereit. »Erst zu Beginn der 1970-er Jahre durften Frauen Fußball spielen, und schon 1989 sind sie Europameister geworden. Als Preis haben sie allerdings nur ein Teeservice bekommen«, erinnert sich Thorsten Becker, der schon im Herbst mit der Planung der Fahrt begonnen und dafür gesorgt hat, dass das gesamte Museum exklusiv für das EGW öffnete. So hatte die Gruppe auch den gesamten Außenbereich für sich allein und konnte sich deshalb auf dem großen Fußballfeld austoben.

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