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Tutoren am EGW üben mit jüngeren Pennälern - Tipps vom Famos

So fällt das Lernen oft leichter

Werther (WB). Wenn die Mathearbeit naht oder der nächste Vokabeltest ansteht, wenden sich viele Schüler des Ev. Gymnasiums (EGW) oft für einen letzten guten Ratschlag an ihre Nachhilfe-Tutoren. Denn die sitzen meist nur wenige Klassenzimmer entfernt und können ihren Schützlingen so besonders gut die Daumen drücken.

Sara Mattana

Olivia Hähnel (links) und Martina Detert (rechts) vom Familienzentrum Famos erklären den Tutoren des Ev. Gymnasiums, wie sie ihre Nachhilfestunden effektiv gestalten können. Am EGW gibt es sogar 45 Schüler-Tutoren. Foto: Sara Mattana

Am EGW hat sich vor einigen Jahren das Projekt »Schüler helfen Schülern« etabliert - und dieser Name ist wörtlich zu nehmen. Denn während sich ältere Schüler um den Nachhilfeunterricht kümmern, liegt auch die Koordination des Projekts in Schülerhand. Neuntklässlerin Lilly Geis sorgt gemeinsam mit den Zehntklässlerinnen Birte Meyer und Johanna Bartling dafür, dass die eingereichten Anmeldungen zusammengebracht werden. »Momentan haben wir 45 Tutoren und jeder von ihnen betreut ein bis drei jüngere Schüler«, sagt Lilly Geis. Die Organisation der Treffen liegt dann bei den Schülerpaaren selbst und obwohl sich die meisten von ihnen in der Mittagspause in der Schule verabreden, treffen sich andere auch zu Hause.

45 junge Tutoren sind am EGW für jüngere Schüler tätig

Um diese Treffen von nun an noch effektiver gestalten zu können, haben die drei Organisatorinnen Martina Detert und Olivia Hähnel vom Familienzentrum Famos eingeladen. Sie haben Tutoren neue Tipps mit auf den Weg gegeben und ihnen didaktische Grundlagen vermittelt – schließlich ist es oft nicht leicht, Kinder zum Vokabellernen zu überreden.

»Unter Schülern kann man in den Stunden offener und ehrlicher reden als mit einem Lehrer. Trotzdem gibt es oft Kommunikationsprobleme, wenn es zum Beispiel darum geht, den Stoff zu Hause weiter zu lernen«, sagt Birte Meyer. Deshalb nutzte Olivia Hähnel zunächst einmal die Gelegenheit, um über das Thema Emotionen beim Lernen aufzuklären. So sei es grundsätzlich immer wichtig, ehrlich zu sein und auch Ängste offen anzusprechen. »Es hilft auch, Rituale zu schaffen. Das kann eine ähnliche Begrüßung oder der immer gleiche Zeitpunkt einer Pause sein«, sagt Olivia Hähnel. Und auch die Gestaltung des Arbeitsplatzes spielt eine Rolle: »Beim Lernen sollte das Umfeld immer ähnlich sein. Ein ordentlicher Tisch ohne Ablenkungen ist dabei wichtig«.

Mit einem Kreuzworträtsel auf Englisch kann man eine Nachhilfestunde gut auflockern

Martina Detert klärte die elfköpfige Gruppe außerdem über den idealen Aufbau einer Nachhilfestunde auf – denn die sollte nicht nur aus dem Abfragen von Vokabeln bestehen. »Das Gehirn muss sich erst aufwärmen, um auf Arbeitstemperatur zu kommen. Man kann zum Beispiel auch einmal ausprobieren, ein Kreuzworträtsel auf Englisch zu lösen«, sagt Martina Detert.

Da es aber natürlich dennoch zu Missverständnissen zwischen Schüler und Tutor kommen kann, haben die Organisatorinnen von »Schüler helfen Schülern« eine neue E-Mail-Adresse eingerichtet. Unter shs.egw@gmx.de können sowohl Schüler als auch Eltern bei Problemen mit ihnen in Kontakt treten.

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