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Auf dem Erdbeerhof Venghaus in Werther beginnt Anfang Juni die Saison auch für Selbstpflücker

„Sonata“ ist eine ganz Süße

Werther (WB). „Die Eisheiligen haben uns schon Probleme bereitet. Wir mussten die Früchte zum Schutz vor Frost mit Wasser besprühen oder mit einem Fleece abdecken. Viel mehr kann man da nicht tun“, erklärt Landwirt Heinrich-Theodor Venghaus, der sich trotz der teils widrigen Umstände optimistisch zeigt, dass alle getroffenen Maßnahmen gefruchtet haben. Schließlich geht die bei den Deutschen so beliebte Erdbeere in ihre Hochsaison, was auch auf dem traditionsreichen Hof am Teutoburger-Wald-Weg mit einiger Arbeit verbunden ist.

Malte Krammenschneider

Schutz vor den zuletzt kalten Mai-Nächten: Heinrich-Theodor Venghaus hat alles unternommen, um seine Erdbeeren zu retten. Es ist ihm scheinbar gelungen. Und bald können auch die Selbstpflücker anrücken. Foto: Malte Krammenschneider

Wie Venghaus berichtet, baut seine Familie in diesem Jahr auf 3,5 Hektar Erdbeeren an. „Vor 14 Tagen haben wir mit der Tunnelernte begonnen. Nun warten wir auf Felderdbeeren. Ich hoffe, Anfang Juni ist es soweit. Dann kann auch unser Selbstpflück-Angebot starten“, sagt er. Das Selbstpflücken mache einen großen Anteil der Ernte aus. Nur ein vergleichsweise kleiner Teil gehe an Geschäfte oder werde an Verkaufsständen unters Volk gebracht.

Corona-Schutz: Selbstpflücken nur in jeder zweiten Reihe

Venghaus weiß, dass viele Besucher schon mit den Hufen scharren und den Besuch im Erdbeerfeld kaum erwarten können. Aufgrund von Corona gilt es, dabei in diesem Jahr jedoch besondere Hygieneregeln zu beachten. „Wahrscheinlich wird nur in jeder zweiten Reihe gepflückt, damit die notwendigen Abstände eingehalten werden. Leider ist es auch nicht erlaubt, die Erdbeeren auf dem Feld zu essen. Man muss sich erst 50 Meter entfernen“, berichtet Venghaus.

Während die Selbstpflücker sich noch gedulden müssen, geht es derweil bei der Tunnelernte schon rund. Verlassen kann sich Heinrich-Theodor Venghaus dabei unter anderem auf zehn Studenten, die die Erdbeeren ab 5.30 Uhr für etwa drei bis vier Stunden ernten. „Das sind nette, hochmotivierte Leute, die sich sehr engagiert zeigen“, freut sich Venghaus, der aufgrund des großen Selbstpflück-Angebotes nicht wie andere Landwirte auf Arbeitskräfte aus Osteuropa angewiesen ist.

Mit vier Erdbeersorten lässt sich die Saison strecken

Läuft alles nach Plan, soll unter freiem Himmel rund sechs Wochen lang, bis etwa Mitte Juli geerntet werden. Damit dies gelingt, baut der Hof vier verschiedene Sorten an. „So wollen wir die Saison strecken. Mit einer Sorte hält man das nicht durch.“ Zu Beginn werde beispielsweise die sehr süße und leuchtend rote Sorte „Sonata“ reif, später folge die etwas dunklere, aber nicht minder leckere „Malwina“.

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